Zum Abschluss der Spanien-Rundfahrt durfte Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe) zum zweiten Mal jubeln. Nach 139 Kilometer bezwang der Minfelder im Fotofinish Sam Bennett (Deceunick-Quick-Step). Dahinter konnte Max Kanter (Sunweb) abermals auf den dritten Rang sprinten.
In der Gesamtwertung gab es wie erwartet keine Änderungen mehr. Primoz Roglic (Jumbo - Visma) wiederholte seinen Vorjahressieg. Hinter dem Slowenen komplettierten Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) und Hugh Carthy (Education First) das Podium der Vuelta 2020.
Am Ende waren es nur wenige Zentimeter, die Bennett und Ackermann trennten. "Ich war mir nicht sicher und fragte Sam, wer gewonnen hat. Wir wussten es beide nicht und mussten nach dem Ziel ein paar Minuten warten. Dann kam die Nachricht aus dem Funk“, erklärte Ackermann beim Siegerinterview.
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Ackermann im Siegerinterview: "War nicht sicher, wer gewonnen hat"

Der Sprintzug des 26-jährigen funktionierte heute perfekt. Rüdiger Selig, Andreas Schillinger und Michael Schwarzmann dominierten den Schlusskilometer auf den breiten Straßen von Madrid. "Ich muss mich sehr bei meinen Teamkollegen bedanken. Heute war es ein großartiger Lead-Out. Ich bin sehr glücklich, die Saison mit einem Sieg zu beenden", freute sich Ackermann.
Nach zwei Etappensiegen beim Giro im letzten Jahr und zwei Vuelta-Erfolgen in diesem Jahr, dürfte Ackermanns Augenmerk in der nächsten Saison zur Tour wandern. Dort könnte er vielleicht wieder um das Sprinttrikot kämpfen, welches in der Vuelta aufgrund der Punkteverteilung und Streckenführung außer Reichweite war und ebenfalls von Roglic gewonnen wurde.

Fotofinish auf Schlussetappe: Ackermann jubelt in Madrid

Vuelta 2020: Carapaz fordert Roglic alles ab

Der Slowene verbrachte eine ruhige letzte Etappe und freut sich nun auf das Saisonende: "Wir haben heute einfach genossen. Schön, eine Saison so zu beenden. Jedes Mal, wenn man gewinnt, ist es schön, aber auch hart. Es ist unmöglich, verschiedene Siege miteinander zu vergleichen.“
Roglic ist der erste Fahrer seit 13 Jahren, der innerhalb einer Saison einen großen Klassiker und eine große Landesrundfahrt für sich entscheiden konnte. Trotzdem ist der Siegeshunger des 31-jährigen noch nicht gestillt: "Ich weiß nicht, ob ich der beste Grand-Tour Fahrer bin. Aber ich war der beste in dieser Vuelta. Es bleiben noch ein paar Rennen, die ich noch nicht gewonnen habe, ein paar Herausforderungen. Aber jetzt feiern wir erstmal."

"Die Krönung zum Jahresende": Roglic im Siegerinterview gelöst

Roglics Vorsprung in der Gesamtwertung auf den Zweitplatzierten Richard Carapaz (Ecuador/Ineos Grenadiers) betrug 24 Sekunden. Das Podium komplettierte der Brite Hugh Carthy (EF Pro Cycling/+ 0:47 Minuten).
Im Endklassement durfte sich Dan Martin als vierter über die beste Gesamtplatzierung seiner Karriere freuen. Enric Mas (Movistar) wurde Fünfter und Gewinner die Nachwuchswertung. Felix Großschartner gelang mit Rang neun die erste Top-10 bei einer Landesrundfahrt. Das Bergtrikot ging an Guillaume Martin (Cofidis). In der Teamwertung hatte abermals Movistar die Nase vorne. Als kämpferischster Fahrer der Rundfahrt wurde Remi Cavagna (Deceunick-Quick-Step) ausgezeichnet.

Das große Vuelta-Finale: Die Highlights der Schlussetappe in Madrid

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