Vuelta 2022: Jumbo-Visma gewinnt Teamzeitfahren souverän - Routinier Robert Gesink übernimmt Rotes Trikot

Auftakt nach Maß für Jumbo-Visma bei der Vuelta: Das niederländische Team dominierte das Teamzeitfahren vor heimischer Kulsse in Utrecht souverän. Die Mannschaft um Top-Favorit Primoz Roglic vewies Ineos Grenadiers (+13,51) und Quick-Step Alpha Vinyl (+14,28) auf die Plätze zwei und drei. Routinier Robert Gesink erhielt den Vortritt seiner Kollegen und ist somit der erste Träger des Roten Trikots.

Jumbo-Visma gewann das Teamzeitfahren in Utrecht

Fotocredit: Getty Images

Jumbo–Visma hat vor heimischem Publikum in Utrecht den Auftakt der 77. Vuelta a España (2.UWT) gewonnen. Die niederländische Mannschaft um Titelverteidiger Primoz Roglic entschied das Teamzeitfahren über 23 Kilometer in der Zeit von 24:40 Minuten für sich und verwies Ineos Grenadiers um Olympiasieger Richard Carapaz mit 13 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz.
Eine weitere Sekunde dahinter folgte Quick-Step Alpha Vinyl um Remco Evenepoel auf Rang drei vor BikeExchange–Jayco (+0:31), UAE Team Emirates (+0:33) und Groupama–FDJ (+0:38).
Das deutsche Team Bora – hansgrohe um Giro-Sieger Jai Hindley kam mit 41 Sekunden Rückstand auf Platz sieben, das mit den drei Deutschen Nikias Ardnt, John Degenkolb und Marco Brenner gestartete Team DSM belegte Rang zwölf (+0:53).
Erster Träger des Roten Trikots des Gesamtführenden ist der Niederländer Robert Gesink, der sein Team ins Ziel führte.

So lief das Rennen:

Die als vierte Mannschaft gestartete Equipe Groupama–FDJ legte mit 25:18 Minuten eine Bestzeit auf den Asphalt, die sich überraschenderweise als echter Prüfstein erwies. Fünf Teams später verbesserte BikeExchange–Jayco die Zeit der Franzosen um sieben Sekunden.
Als Nummer 16 ging Bora–hansgrohe ins Rennen. Die Raublinger waren bei der einzigen Zwischenzeit nach elf Kilometern zwei Sekunden schneller als BikeExchange, im Ziel jedoch lagen Jai Hindley & Co. zehn Sekunden hinter den Australiern auf der dritten Position.
Besser erging es im zweiten Teil UAE Team Emirates, das eine Sekunde auf BikeExchange aufholte und mit zwei Sekunden Rückstand auf Position zwei vorfuhr. Ineos Grenadiers verbesserte parallel dazu die Zwischenbestzeit um fünf Sekunden. Die Freude darüber hielt sich aber nur kurz, denn Quick-Step Alpha Vinyl war kurz danach weitere drei Sekunden schneller unterwegs. Jumbo–Visma, die letzte Mannschaft auf dem Kurs, verbesserte die Zwischenzeit um weitere 14 Sekunden.
Ineos erreichte das Ziel als erste der drei Top-Favoriten und war 18 Sekunden schneller als BikeExchange. Eine Sekunden langsamer war Quick-Step Alpha Vinyl, so dass die einzige Gefahr für die Briten von Jumbo–Visma ausging. Die Niederländer waren allerdings gleich 13 Sekunden schneller als Ineos. Jumbo-Urgestein Gesink, der wie vorher abgemacht als Erster ins Ziel fahren durfte, übernahm die Gesamtführung.
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