Vuelta 2022 - Matej Mohoric kritisiert Primoz Roglic: "Wir alle wissen, dass Primoz oft stürzt"

Die Reaktionen des Teams Jumbo–Visma auf den für Primoz Roglic die Vuelta beendenden Sturz am Ende der 16. Etappe in Tomares am vergangenen Dienstag haben rund um das Peloton für Unverständnis gesorgt. Nun hat sich auch Roglics Landsmann Matej Mohoric (Bahrain Victorious) in die Diskussionen um den Vorfall eingeschaltet, seinen Teamkollegen Fred Wright in Schutz genommen und den Spieß umgedreht.

Drama im Finish: Roglic stürzt schwer

Quelle: Eurosport

Die Reaktionen des Teams Jumbo – Visma auf den für Primoz Roglic die Vuelta beendenden Sturz am Ende der 16. Etappe in Tomares am vergangenen Dienstag haben rund um das Peloton für Unverständnis gesorgt. Nun hat sich auch Roglics Landsmann Matej Mohoric (Bahrain Victorious) in die Diskussionen um den Vorfall eingeschaltet, seinen Teamkollegen Fred Wright in Schutz genommen und den Spieß umgedreht.
Seiner und auch der Ansicht vieler anderer Fahrer nach sei viel eher Roglic selbst einer der Fahrer, die ein Sicherheitsrisiko darstellten.
"Ich habe drei oder vier unterschiedliche Videos davon gesehen. Es gibt nichts dazu zu sagen, denn es ist sehr, sehr klar, dass Primoz von seiner Linie abgewichen ist. Er hat nicht über seine Schulter nach hinten gesehen, um zu schauen, ob da jemand ist, und er war ganz klar auf der weißen Linie", sagte der Slowene am Sonntag vor dem Start des Grand Prix Montréal in Kanada zu "cyclingnews.com" und "velonews.com", um dann auszuholen: "Es ist nicht angebracht und nicht fair, ein Statement wie dieses gegen Fred zu richten, den ich persönlich sehr gut kenne", so Mohoric.
"Wir haben Respekt im Peloton, aber einige Fahrer sind eifriger dabei, wenn es in den Positionskampf geht als andere. Und ich denke, wenn Sie im Peloton herumfragen, wird Ihnen jeder sagen, dass Primoz da begieriger vorgeht als Fred. Wir alle wissen, dass Primoz oft stürzt und das ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert."
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Experten-Kritik an Jumbo-Attacke: "Roglic ist an Roglic gescheitert"

Quelle: Eurosport

Jury wertet Crash als Rennunfall

Roglic war im Zielsprint am Ende der 16. Vuelta-Etappe zu Fall gekommen, weil er und Wright sich berührt hatten. Beide gehörten zu einer durch einen Angriff Roglics initiierten Fünfergruppe, die acht Sekunden vor dem Hauptfeld um den Tagessieg kämpfte.
Der dreimalige Gesamtsieger der Vuelta führte die Ausreißer auf die Zielgerade, fuhr links, wogegen die Anderen rechts in einer Reihe lossprinteten. Roglic zog dann rechts rüber und wollte sich an vierter Position einreihen, fuhr damit aber genau in die Linie von Wright. Es kam zur Berührung und der Slowene stürzte schwer, so dass er am Folgetag nicht mehr zur 17. Etappe antreten konnte.
Die UCI-Jury wertete den Vorfall, wie wohl auch die meisten Zuschauer, als Rennunfall und bestrafte keinen der beiden Fahrer. Das Team Jumbo - Visma aber veröffentlichte drei Tage später ein Presse-Statement mit Zitaten von Roglic und auch Teamchef Plugge, in dem Wrights Fahrweise für den Sturz verantwortlich gemacht wurde.
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Der Sturz aus Fan-Sicht: Roglic nach Crash sichtlich benommen

Quelle: Eurosport

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