Vuelta 2023: Primoz Roglic und Jonas Vingegaard hängen Sepp Kuss ab - Netzreaktionen zur umstrittenen Aktion

Primoz Roglic und Jonas Vingegaard haben sich mit ihren Aktionen auf der 16. und 17. Etappe der Vuelta wenig Freunde gemacht. Dass die beiden Topfahrer vom Team Jumbo-Visma ihren in der Gesamtwertung führenden Teamkollegen Sepp Kuss gleich zwei Mal attackierten und auch an dessen 29. Geburtstag am Berg stehen ließen, sorgte in den Sozialen Medien bei vielen Fans für Kopfschütteln.

Kuss: "Ich brauche den Killerinstinkt"

Quelle: Eurosport

Der US-Amerikaner Kuss hatte zuvor als Edelhelfer auch großen Anteil an den Siegen von Roglic beim Giro d'Italia sowie von Vingegaard bei der Tour de France.
Dass die beiden nun den Gefallen nicht erwidern und stattdessen selbst Siege einfahren wollen, stößt einigen Radsport-Fans sauer auf.
Unter einem Instagram-Beitrag von Eurosport zur 17. Etappe äußerte "nikolausfedl" auch Kritik an der Teamleitung: "Das ist kein Teamspirit und eine absolut schwache Leistung des Sportdirektors."
"chris_shmd" stimmte zu: "Wie wenig Emotionen kann ein Mensch zeigen, der gerade eine Etappe gewonnen hat? Wie wenig kann einem das Geburtstagskind wert sein, was in den anderen Grand Touren immer die Arbeit macht? Jumbo Visma hat sich alle Sympatiepunkte bei mir mit dieser Vuelta verspielt … würde mich nicht wundern, wenn da noch etwas Größeres zum Vorschein kommt!"

Verschiedene Meinungen zu Jumbo-Visma

Auch "bigslizer" erklärte: "Schande über JumboVisma, ohne Kuss hätte keiner der beiden eine Rundfahrt gewonnen, wenn ich Kuss wäre, ich würde das Team wechseln. Hochmut kommt vor dem Fall (Roglic und Vinegard)."
Allerdings gab es auch gegenteilige Meinungen, die erklärten, dass der sportlich beste Fahrer gewinnen solle - auch wenn dies dann nicht Kuss sei. "danylemignon" meinte daher: "Es ist Profisport und kein Kindergeburtstag. Waren beide deutlich stärker als Kuss. Was sollen sie machen? Stehen bleiben und ihn vor lassen… würde an Kuss Stelle auch nix geschenkt bekommen wollen."
Auch "Knofffloff" stellte klar: "Es ist ein Rennen (dabei geht es darum, dass der beste/stärkste gewinnt) und ich finde es toll, was für ein großartiges Team Jumbo Visma ist." Sepp Kuss sei "ein großartiger Helfer, aber man sieht ja immer wieder, dass die Qualität eben nicht an die beiden Leader heranreicht. Am Ende zählt doch, was die Teammitglieder denken und nicht, was die Leute in solche Aktionen reindenken."
Trotz des Angriffs auf der 17. Etappe konnte Kuss seine Führung in der Gesamtwertung vorerst verteidigen. Mit acht Sekunden Vorsprung vor Vingegaard und 1:08 Minuten vor Roglic geht der 29-Jährige in die finalen Etappen. Ob Jumbo-Visma dann auch wieder allen Fahrern die Freigabe zum Angriff gibt?
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Kuss stehengelassen - Roglic: "Ein komisches Gefühl"

Quelle: Eurosport

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