Vuelta 2023 - Remco Evenepoel erlebt im Weißen Trikot einen schwarzen Tag auf Königsetappe zum Tourmalet
Remco Evenepoel hat auf der Königsetappe der Vuelta a España hinauf zur Bergankunft am Col du Tourmalet im Weißen Trikot einen rabenschwarzen Tag erlebt. Der Titelverteidiger konnte bereits am Col d'Aubisque nicht mehr mithalten und verabschiedete sich so schon rund 90 Kilometer vor dem Ziel aus der Gruppe der Topfahrer. Am Ende kassierte der Belgier 27:05 Minuten Rückstand auf Jonas Vingegaard.
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Quelle: Eurosport
Damit rutschte Evenepoel in der Gesamtwertung von Rang drei auf Platz 19 ab und verspielte selbstredend alle Chancen auf den Vuelta-Gesamtsieg.
Während sich der Geschlagene offenbar erstmal sammeln musste, versuchte sein Sportdirektor Klaas Lodewyck nach Evenepoels Zieleinfahrt an einer ersten Erklärung.
"Zu dieser Etappe kann man nicht viel sagen. Es war einfach ein schlechter Tag für Remco - er war nicht krank oder verletzt. Das ist unglücklich und kann passieren. Radsport ist kein Simulatorrennen und wir sind alle Menschen", kommentierte der 35-Jährige das Debakel.
Zugleich richtete er aber auch direkt schon den Blick nach vorne: "Wir werden uns heute Abend als Team zusammensetzen, die Geschehnisse analysieren und unsere Ziele für den Rest des Rennens festlegen."
Evenepoel: "Tank war einfach leer"
Der Zeitfahr-Weltmeister gab im Zielbereich kein Statement ab, wortlos rollte er mit seiner Helfergarde zu den Teamfahrzeugen und machte sich schweigend für die Fahrt hinunter zum Mannschaftsbus frisch.
Erst später veröffentlichte der Kapitän von Soudal Quick-Step eine kurze Nachricht an seine Fans: "Wenn man alles gibt, muss man nichts bereuen. Heute war der Tank einfach leer. Danke an die Mannschaft für die Unterstützung und dafür, dass ihr bis zum Ende bei mir geblieben seid."
Für Evenepoel ist dies ein neuer Tiefschlag nach seinem Giro-Aus aufgrund einer Corona-Infektion, nun scheiterte auch sein zweiter Anlauf auf den Sieg bei einer der großen Landesrundfahrten 2023.
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Quelle: Eurosport
Evenepoel verliert Weißes Trikot an Ayuso
Allerdings äußerte sich der Vorjahressieger auch schon wieder kämpferisch: "Wölfe geben nie auf", schloss er sein Posting auf Instagram als Verweis auf das Wolfsrudel, wie sich der belgische Rennstall selbst nennt.
Übrigens: Natürlich musste Evenepoel nach der Etappe auch das Weiße Trikot als bester Nachwuchsfahrer abgeben. Dies liegt nun auf den Schultern vom Gesamtvierten Juan Ayuso (UAE Team Emirates).
Der belgische Meister ist in der Nachwuchswertung nur noch Siebter. Immerhin dürfte es für ihn damit zumindest keinen weiteren schwarzen Tag im Weißen Trikot geben.
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Quelle: Eurosport
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