Vuelta 2024: Pablo Castrillo gewinnt 12. Etappe als Ausreißer und erlöst Spanien - Favoriten belauern sich nur

Pablo Castrillo (Equipo Kern Pharma) hat die 12. Etappe der Vuelta 2024 von Orense nach Estación de Monatana Manzaneda gewonnen. Der 23-Jährige siegte aus einer Ausreißergruppe heraus, nachdem er am über 15 Kilometer langen finalen Anstieg attackiert hatte. Er sorgte für den ersten Triumph eines Spaniers bei der diesjährigen Rundfahrt. Im Kampf ums Rote Trikot tat sich nichts.

Castrillo leidet, beißt und siegt - Highlights der 12. Etappe

Quelle: Eurosport

Pablo Castrillo (Equipo Kern Pharma) hat auf der 12. Etappe der 79. Vuelta seinen starken Sommer 2024 gekrönt.
Der 23-jährige Spanier sicherte sich an der Skistation am Montana de Manzaneda in Galicien als Solist den Tageserfolg und feierte damit den ersten Profisieg seiner noch jungen Karriere.
Castrillo, der Anfang August bereits Siebter der Burgos-Rundfahrt und 17. bei der Klasikoa in San Sebastián geworden war, setzte sich im 15,4 Kilometer langen und im Schnitt 4,7 Prozent steilen Schlussanstieg der 1. Kategorie aus der zehnköpfigen Ausreißergruppe des Tages ab und gewann schließlich mit acht Sekunden Vorsprung vor Max Poole (dsm-firmenich-PostNL) sowie 17 Sekunden vor Marc Soler (UAE Team Emirates).
Der Schweizer Meister Mauro Schmid (Jayco-AlUla) versuchte Castrillo zunächst zu folgen, wurde vier Kilometer vor Schluss aber von Jhonatan Narváez (Ineos Grenadiers) und Poole sowie kurz darauf auch von Soler eingeholt.

Castrillo wird nicht mehr abgefangen

Zu viert hatten sie da aber schon eine halbe Minute Rückstand auf Castrillo und konnten ihn nicht mehr einholen. Schmid wurde Vierter, Narváez Fünfter.
Das Hauptfeld, das den ganzen Tag von Decathlon-AG2R angeführt wurde, erreichte das Tagesziel mit allen Favoriten für die Gesamtwertung mit 6:29 Minuten Rückstand und wurde von Mattias Skjelmose (Lidl-Trek) sowie Felix Gall (Decathlon-AG2R) über den Zielstrich geführt.
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Die letzten Meter zum Sieg: Castrillo zieht's durch

Quelle: Eurosport

In der Gesamtwertung behauptete Ben O'Connor (Decathlon – AG2R) seine Führung somit 3:16 Minuten vor Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) und 3:18 Minuten vor Enric Mas (Movistar).
Mit Etappenbeginn gab es zahlreiche Angriffe aus dem Feld, unter anderem von Michael Woods (Israel-Premier Tech) und Wout Van Aert (Visma-Lease a Bike).
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Pablo Castrillo gewinnt die 12. Etappe der Vuelta a Espana

Fotocredit: Getty Images

FLuchtgruppe findet sich nach 27 Kilometern

Allerdings fand sich erst nach 27 Kilometern die Fluchtgruppe des Tages zusammen, zu der Marc Soler (UAE Team Emirates), Oscar Rodriguez (Ineos Grenadiers), Mauri Vansevenant (Soudal-Quick-Step), Carlos Verona (Lidl-Trek), Mauro Schmid (Jayco-AlUla), Louis Meintjes (Intermarché-Wanty), Max Poole (dsm-firmenich PostNL), Harold Tejada (Astana) und Pablo Castrillo (Equipe Kern Pharma) gehörten.
Die Rennsituation blieb jedoch zunächst umkämpft. Kurzzeitig bildete sich eine Verfolgergruppe um Van Aet und Daniel Martínez (Red Bull – Bora – hansgrohe).
Auch weitere Fahrer setzten nach, ehe nach rund 40 Kilometer dann Ruhe im Feld einkehrte. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Vorsprung der Fluchtgruppe rund eine Minute, zudem hatte Jhonatan Narváez (Ineos Grenadiers) noch den Sprung nach vorne geschafft.
In der Verfolgung befanden sich noch Woods und Laurens Huys (Arkéa-B&B Hotels), die jedoch nach 50 Kilometern die Beine hochnahmen – ihr Unterfangen war aussichtslos.

Durchschnittsgeschwindigkeit sinkt ab

Die Spitzengruppe baute in der Folge ihren Vorsprung massiv aus und lag 60 Kilometer vor dem Ziel fast neun Minuten vor dem Feld – der bislang größte Vorsprung bei der diesjährigen Rundfahrt. In der Verfolgung kontrollierte Decathlon-AG2R das Tempo.
Das Teilstück konzentrierte sich komplett auf das Finale, wo mit der Ankunft an der Estación de Montaña de Manzaneda (1. Kategorie) die einzige Bergwertung des Tages anstand. Entsprechend verlief das Rennen zwischenzeitlich recht ereignislos.
Das zeigte sich an der Durchschnittsgeschwindigkeit: Nach der ersten Rennstunde betrug diese noch 43,8 km/h, nach der zweiten nur noch 39,4 km/h.
Rund 50 Kilometer vor dem Ziel attackierte Narváez dann aus der Fluchtgruppe und riss zunächst eine kleine Lücke auf. Der Abstand zum Feld betrug zu diesem Zeitpunkt zehn Minuten. Kurz darauf war Narváez wieder eingeholt. 35 Kilometer vor dem Ziel sicherte sich Vansevenant im Vorbeifahren den Zwischensprint in Sas de Penelas.

Castrillo mit starker Attacke

Der Schlussanstieg zur Estación de Montaña de Manzaneda begann 15,4 Kilometer vor dem Ziel, zu diesem Zeitpunkt lagen die zehn Ausreißer noch rund acht Minuten vor dem Feld.
Der Anstieg startete moderat und pendelte größtenteils zwischen drei und fünf Prozent Steigung – die ersten Attacken ließen nicht lange auf sich warten. Während Soler sofort gestellt war, riss Verona zunächst eine Lücke, wurde zehn Kilometer vor dem Ziel aber ebenfalls wieder eingeholt.
Der nächste Vorstoß kam von Castrillo, gefolgt von Schmid. Unter den restlichen Ausreißern wuchs indes die Uneinigkeit in der Verfolgung. So fuhr Castrillo zeitweise einen Vorsprung von 30 Sekunden heraus.
In der Verfolgung bildete sich schließlich eine Gruppe um Schmid, Narváez, Poole und Soler – doch insbesondere durch Angriffe von Soler kam keine konsequente Nachführarbeit zustande. So rettete sich Castrillo mit letzter Kraft ins Ziel und feierte einen überraschenden Erfolg.
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O'Connor über Vorwürfe: "Mein Team hat nichts falsch gemacht"

Quelle: Eurosport


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