Vuelta a España 2025: Jasper Philipsen übertrifft sich in Saragossa selbst - Elia Viviani nach dem Sprint bedient

Jasper Philipsen hat am Samstag seinen zweiten Tagessieg bei der Vuelta a España 2025 errungen. Vor der 8. Etappe zwischen Monzón Templario und Saragossa (163,5 Kilometer) galt der Belgier als großer Favorit - doch der 27-Jährige musste sich mächtig ins Zeug legen. "Ich habe das Hinterrad meiner Teamkollegen verloren", erläuterte Philipsen, der einen seiner Gegner sogar zur Verzweiflung trieb.

Favoritensieg in Saragossa: Philipsen feiert zweiten Erfolg

Quelle: Eurosport

Alpecin-Deceuninck ließ wieder einmal seine Muskeln spielen.
Im Finale von Saragossa formierte sich der grau-weiß-rote Sprintzug und brachte sich auf den finalen Metern in Stellung. Edward Planckaert, Jonas Rickaert und an dessen Hinterrad - ja, wer denn?
Jasper Philipsen, auf den die Taktik zugeschnitten war, befand sich zu diesem Zeitpunkt noch einige Positionen hinter seinen Teamkollegen. Der Belgier hätte aber nicht 55 Profisiege auf dem Buckel, wenn ihm in einer derart chaotischen Situation nichts eingefallen wäre.
"Ich habe das Hinterrad meiner Teamkollegen verloren. Sie sind wieder ein unglaubliches Leadout gefahren, aber ohne mich", analysierte er den Sprint im Interview mit Eurosport. "Ich musste mir meinen eigenen Weg suchen."

Philipsen übertrifft sich selbst

So hing sich Philipsen zunächst an das Hinterrad von Bryan Coquard (Cofidis) und entschied sich dann für den Wechsel auf die linke Seite des Pulks.
Dabei "habe ich etwas extra Wind gefangen", führte er weiter aus. "Ich bin auch erst sehr spät nach vorn gekommen, denn meine Beine waren wie aus Beton."
Schließlich schob sich Philipsen links an der Bande an Elia Viviani (Lotto) und schnappte sich vor dem Italiener den Sieg. Vor allem Viviani, der im Anschluss aufgrund seiner harten Fahrweise gegen Philipsen auf Platz 105 zurückversetzt wurde, war angesichts der Übermacht seines belgischen Kontrahenten gebrochen.
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Quelle: Eurosport

"Das tut sehr weh", resümierte der 36-Jährige, der nach seinem 91. Profisieg griff. "Man sieht die Ziellinie vor sich. Man spürt, dass er immer näher und näher kommt. Und wenn das ein Fahrer wie Philipsen ist, ist es nie vorbei, bevor man im Ziel ist."
Selbst ein von seinen Teamkollegen getrennter Philipsen findet irgendwie einen Weg. "Ich habe eine große Chance vertan und das tut noch mehr weh, weil das Team so toll gearbeitet hat", so Viviani.

Philipsen trumpft zwischen Bergetappen auf

Nach dem Leckerbissen in Saragossa geht es für die Sprinter auf den kommenden Etappen vor allem um eins - das Überleben.
Am Sonntag führt die 9. Etappe zwischen Alfaro und Estación de Esquí de Valdezcaray über 195,5 Kilometer und knapp 3100 Höhenmeter. In Woche zwei der Vuelta stehen weitere knackige Herausforderungen in den Bergen auf dem Programm.
"Es ist nie einfach, man muss viele Tage in den Bergen leiden, um bis hier zu kommen", bezog sich Philipsen auf die schwierigen Etappen in den Pyrenäen am vergangenen Donnerstag und Freitag. Für die kommende Woche sieht er sich jedoch gewappnet
"Und ab jetzt wird es eine richtig schwere Vuelta. Aber wenn man gewinnt, macht das alles einfacher", schloss der 27-Jährige.
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