Vuelta a España 2025: Jonas Vingegaard poltert nach Chaos-Etappe rund um Bilbao - verwehrte Chance "eine große Schande"
Update 03/09/2025 um 20:15 GMT+2 Uhr
Jonas Vingegaard hat seinem Ärger über das Chaos auf der 11. Etappe der Vuelta a España 2025 Luft gemacht. "Es ist eine große Schande", polterte der dänische Superstar im Interview mit Eurosport über die Tatsache, dass das Teilstück rund um Bilbao aufgrund von Protesten nicht ordnungsgemäß beendet werden konnte. "Heute wurde mein Sohn ein Jahr alt, ich wollte für ihn gewinnen", so Vingegaard.
Vingegaard-Ärger über Proteste: "Wollte für meinen Sohn gewinnen"
Quelle: Eurosport
Pro-palästinensische Demonstranten hatten am Mittwoch mit mehreren Aktionen für Unruhe und letztlich ein unplanmäßiges Ende der 11. Etappe gesorgt.
Im Zielbereich versammelten sich viele Menschen mit teils riesigen Palästina-Flaggen an den Barrieren und drängten hier und da auf die Strecke. Auch während des Rennens stifteten einige Personen Unruhe - zum Beispiel mit einem großen Banner mitten auf der Straße, an dem sich die Fahrer vorbeiquetschen mussten.
Schließlich sahen die Organisatoren die Sicherheit der Profis nicht mehr gewährleistet und entschieden sich dafür, die Zeit drei Kilometer vor dem Ziel zu nehmen und keinen Etappensieger zu küren.
"Wir wollten gewinnen", so Vingegaard, der die Zeitnahme gemeinsam mit Thomas Pidcock (Q36.5 Pro Cycling Team) erreicht hatte. "Wir haben den ganzen Tag dafür gearbeitet. Dann die Chance nicht zu bekommen, ist eine große Schande."
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Highlights: Erst Spektakel, dann Protest-Chaos im Baskenland
Quelle: Eurosport
Vingegaard: "War ein wenig enttäuscht"
Trotz der Vorfälle habe sich der zweimalige Gesamtsieger der Tour de France sicher gefühlt. "Die Polizei hat einen guten Job gemacht", lobte er die Beamten für ihre Arbeit.
Viel Zeit um den Ärger bereits auf der Strecke zu verarbeiten ,hatte Vingegaard übrigens nicht.
"Ich war ein bisschen enttäuscht und wollte nichts mehr machen", erinnerte er sich an den Moment, als ihm kommuniziert wurde, dass die Etappe ein vorzeitiges Ende finden würde. "Tom hat dann aber losgelegt."
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Chaos im Finale: Proteste im Zielbereich - Vingegaard und. Co ausgebremst
Quelle: Eurosport
Der 28-Jährige ließ Pidcock zunächst ziehen, schloss aber wenig später zu seinem britischen Herausforderer wieder auf.
"Wir haben dann gut zusammengearbeitet und wollten so viel Zeit wie möglich rausholen", so Vingegaard weiter. "Ich bin mir gar nicht sicher, ob Tom wusste, dass es keinen Etappensieger geben wird, weil er weitermachen wollte. Ich wusste es aber und bin so schnell wie möglich zur 3-Kilometer-Marke gefahren."
Trotz des chaotischen Ablaufs könne der Däne aber ein positives Fazit ziehen. "Das Team war heute super. Es sagt einfach alles, dass auf einer Etappe, bei der es viele Fahrer mit einer Flucht probieren wollen, nur drei wegkommen. Wir haben den ganzen Tag kontrolliert."
Campenaerts: Visma mit "fantastischem Job"
Vingegaard-Teamkollege Victor Campenaerts blickte gelassener auf die Geschehnisse rund um Bilbao.
"Uns war bewusst, dass es auf dieser Strecke schwierig werden würde, das Rennen zu kontrollieren, da viele Fahrer motiviert waren, in die Ausreißergruppe zu gehen", erklärte der Belgier. "Dylan und Wilco haben großartige Arbeiteinen fantastischen Job gemacht und von Beginn an das Tempo hochgehalten."
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Emotionaler Pidcock hält sich zurück: "Sonst bekomme ich Ärger"
Quelle: Eurosport
Zwischenzeitlich setzten sich zwar drei Fahrer ab, "doch schnell war klar, dass sie keine Chance hatten."
Trotz des ausgebliebenen Showdowns um den Tagessieg könne Visma mit breiter Brust aus der Etappe gehen. "Almeida ist der Fahrer, vor dem wir am meisten Angst hatten und - ich glaube - wir haben heute Zeit gegen ihn rausgeholt. Wir können auf einen guten Tag zurückschauen."
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(mit SID)
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Pidcock zündet den Turbo - doch Vingegaard schlägt zurück
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