Vuelta 2025: Jonas Vingegaard rückt Verhältnisse bei Spanien-Rundfahrt mit Machtdemonstration bei Bergankunft zurecht
VonJan Zesewitz
Update 31/08/2025 um 18:04 GMT+2 Uhr
Jonas Vingegaard hat bei der Vuelta a España seinen Anspruch auf den Gesamtsieg mit einem beeindruckenden Etappensieg bei der Bergankunft an der Skistation Valdezcaray unterstrichen. Am von der Papierform her nicht sonderlich anspruchsvollen Schlussanstieg überraschte sein Team Visma-Lease a Bike mit einer Tempoverschärfung, die letzten zehn Kilometer absolvierte der Däne schließlich als Solist.
Solo ins Ziel: Vingegaard holt zweiten Etappensieg
Quelle: Eurosport
Seine härtesten Verfolger waren Tom Pidcock (Q36.5) und João Almeida (UAE Emirates-XRG). Die anderen Favoriten um Giulio Ciccone (Lidl-Trek) und Jai Hindley (Red Bull-Bora-hansgrohe) verloren 1:45 Minuten auf den Topfavoriten.
Torstein Traeen verteidigte tapfer einen weiteren Tag sein Rotes Trikot als Gesamtführender, der Abstand auf Vingegaard schrumpfte aber auf 37 Sekunden.
Almeida bleibt indes der härteste Verfolger des zweifachen Tour-de-France-Siegers, sein Rückstand beträgt nun 38 Sekunden auf Vingegaard und 1:15 Minuten auf das Rote Trikot, Pidcock ist als Gesamt-Vierter 1:35 Minuten zurück.
"Ich habe mich heute richtig gut gefühlt", sagte Vingegaard im Sieger-Interview im Ziel. "Also habe ich mein Team am Schlussanstieg gebeten, das Tempo zu erhöhen - und das haben sie getan. Ich habe es dann probiert und konnte es zum Glück ins Ziel bringen. Das Teamwork war fantastisch heute."
Entscheidende Tempoverschärfung von Visma
Das Feuerwerk der niederländischen Equipe begann gut elf Kilometer vor dem Ziel an der steilsten Stelle des Anstiegs nach Valdezcaray. Der US-Amerikaner Matteo Jorgensen verschärfte das Tempo für seinen Kapitän, nur Ciccone blieb am Hinterrad des Visma-Duos, bevor Vingegaard selbst die Tempoarbeit übernahm.
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Tempoverschärfung von Visma macht Weg für Vingegaard frei
Quelle: Eurosport
Zehn Kilometer vor dem Ziel konnte der Italiener nicht mehr mitgehen, der Däne war als Solist auf und davon. Ciccone wurde durchgereicht, nur Almeida und Pidcock gingen auf die Verfolgung - der Brite hielt sich dabei meist am Hinterrad des Portugiesen auf.
Vingegaard: "Meine Hausaufgaben wohl schlecht gemacht ..."
"Ich habe meine Hausaufgaben wohl schlecht gemacht, denn als ich angegriffen habe, dachte ich wir wären etwas näher am Ziel", sagte Vingegaard. "Dann habe ich das Zehn-Kilometer-Banner gesehen, aber ich musste durchziehen, weil ich schon eine Lücke hatte."
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Vingegaard scherzt nach Sieg: "Habe Hausaufgaben schlecht gemacht"
Quelle: Eurosport
Im Ziel hatte Vingegaard auf seine nächsten Herausforderer 24 Sekunden Vorsprung. Pidcock übersprintete Almeida noch im Kampf um Platz zwei.
Der Österreicher Felix Gall kam als Vierter mit 1:02 Minuten Rückstand ins Ziel, gefolgt von einer 13-köpfigen Verfolgergruppe mit den weiteren Klassement-Anwärtern um Hindley, Ciccone, das Rote Trikot von Traeen und Egan Bernal (Ineos Grenadiers).
Traeen verteidigt das Rote Trikot
Traeen darf den Ruhetag noch im Roten Trikot verbringen, bevor die harte zweite Woche der Vuelta beginnt, die unter anderem über den legendären Alto d'Angliru führt. Vingegaard hat zwar die Gesamtführung noch nicht übernommen, aber den Abstand auf seine Hauptkonkurrenten deutlich erhöht.
Nur noch zwei Fahrer sind innerhalb von einer Minute Rückstand auf den Dänen, Gall liegt 1:37 Minuten hinter Vingegaard, Ciccone schon 2:05 Minuten als Bestplatzierter der größeren Verfolgergruppe.
War das Rote Trikot ein Ziel des Etappensiegers? "Nicht wirklich, es ging eher um den Tagessieg und um den Abstand zu den Konkurrenten", erklärte der 28-Jährige.
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Highlights: Visma-Attacke überrascht die Herausforderer
Quelle: Eurosport
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9. Etappe | Wellige EtappeAlfaro → Estación de Esquí de Valdezcaray / 195.5 km
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J. VingegaardBeendet
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