Primoz Roglic greift bei Vuelta nach neuen Zielen: Sturz bremst Rekordjagd des Slowenen in Gesamtwertung (vorerst) aus
Eurosport bei GoogleDie Geschichtsbücher müssen (vorerst) noch warten, aber die Fans können sich schon jetzt freuen: Primoz Roglic wird bei der Vuelta a Espana 2026 am Start in Monaco stehen, muss allerdings nach einem Sturz in der Vorbereitung seine Ziele für die Spanien-Rundfahrt neu definieren. Doch darin liegt auch eine Chance für den Slowenen, der nun ohne Druck in seine letzte GrandTour für Red Bull geht.
Das Ende der Vuelta 2024: Roglic feiert - Küng auch
Quelle: Eurosport
Der Plan klang perfekt, als ihn der deutsche Rennstall kurz nach dem zweiten Advent 2025 präsentierte: Als alleiniger Kapitän dürfe Primoz Roglic die Mannschaft Red Bull-Bora-hansgrohe bei der 81. Vuelta anführen und dort seinen fünften Gesamtsieg jagen. Man wolle ihm die Chance geben, nach 2019, 2020, 2021 und 2024 wieder das Rote Trikot des Gesamtführenden zu gewinnen und damit zum alleinigen Rekordhalter in Spanien aufzusteigen.
Doch seit Dezember ist viel passiert und spätestens der Trainingscrash mit einem Auto vor wenigen Wochen hat Roglic aus allen Träumen vom Triumph gerissen. Die geplanten Starts bei den letzten Vorbereitungsrennen mussten abgesagt werden, statt Feinschliff stand Physiotherapie an.
Zumindest der Start beim Auftakt in Monaco aber sei nun gesichert, vermeldete die bestens informierte "Gazzetta dello Sport" nun. Allerdings geht Roglic nun notgedrungen ohne Siegambitionen ins Rennen - zumal schon die ersten Etappen die Favoriten richtig fordern werden (täglich live bei Europort und HBO Max).
Vuelta: Roglic mit Freiheiten und neuen Zielen
Gerade darin aber liegt für Roglic auch die große Chance: Ohne Ambitionen aufs Podium winken dem Routinier Freiheiten, die er sonst nie bekommen hätte. Ob bei der Jagd auf Etappen (15 Tagessiege bei der Vuelta hat er schon auf dem Konto) oder im Kampf ums Bergtrikot - der Allrounder kann sich ohne Rücksicht auf taktische Zwänge austoben.
Besonders das Kletterklassement könnte ihn reizen, im Unterschied zu Gesamtwertung und Punktewertung fehlt ihm der Sieg in dieser Vuelta-Sonderwertung noch. Nur einen einzigen Tag trug er bislang das blau gepunktete Trikot in Spanien. Passenderweise war dies 2024 auf dem Weg nach Granada - wo in diesem Jahr die Vuelta endet.
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Primoz Roglic im Bergtrikot der Vuelta 2024 auf dem Weg nach Granada
Fotocredit: Getty Images
Geschichte wird dann in Andalusien höchstwahrscheinlich ein anderer Slowene schreiben: Alles außer dem Gesamtsieg von Weltmeister Tadej Pogacar wäre eine Sensation. Der UAE-Kapitän will unweit der weltberühmten Alhambra endlich in den Kreis der Gesamtsieger aller drei großen Rundfahrten aufsteigen, nachdem dies Jonas Vingegaard in diesem Jahr beim Giro d'Italia vor ihm gelungen war.
Roglic kann gegen Pogacar Not zur Tugend machen
Der Vuelta-Start Pogacars war die Tour de France über das am schlechtesten gehütete Geheimnis im Radsport. Für Roglic liegt aber auch darin eine Chance, die Not zur Tugend zu machen: Denn gegen den jüngeren Landsmann hätte er auch in Bestform kein Duell um den Gesamtsieg eingehen können, sich also andere Ziele zu suchen lag sowieso nahe. Ein neuer, letzter Versuch der Jagd auf den fünften Coup (geteilter Rekordhalter ist bislang der Spanier Roberto Heras) könnte dann im nächsten Jahr folgen.
Denn Roglic wird zwar Red Bull verlassen, seine Karriere aber noch nicht beenden. Bei der Vuelta 2027 dürfte die Ausgangslage aussichtsreicher sein: Pogacar hat die Rundfahrt dann in seiner Siegesliste abgehakt, auch Vingegaard (Sieger 2025) und Remco Evenepoel (2023) brennen nicht auf weitere Teilnahmen. Leicht würde es für Roglic zwar dennoch keinesfalls, aber doch sehr viel leichter als es in diesem Jahr wäre.
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Vuelta a Espana: Die Strecke der 21 Etappen von Monaco nach Granada
Quelle: Eurosport
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