Vuelta: Gravel-Rampen fordern Favoriten - Schwerstarbeit mit Meerblick im Finale der 6. Etappe mit Schotter-Anstieg
Eurosport bei GoogleDas Finale der 6. Vuelta-Etappe könnte für größere Abstände zwischen den Anwärtern auf den Platz des Kronprinzen hinter Tadej Pogacar sorgen als die langen Anstiege in Andorra zwei Tage zuvor. Denn der letzte Anstieg des Tages hat es dreifach in sich: Steile Rampen von bis zu 20 Prozent Steigung, eine schwere Gravel-Passage sowie eine riskante Abfahrt zum Zielort Castelló an der Mittelmeerküste.
Vuelta-Strecke, 6. Etappe: Schwere Kletterpartie am Meer
Quelle: Eurosport
Der große Gegner am Donnerstag ist ein absoluter Neuling bei der Spanien-Rundfahrt: Erstmals wird der Puerto El Bartolo erklommen und trotz seiner nur 713 Meter Höhe ist er aus guten Gründen ein Anstieg der 1. Kategorie.
Denn die zweite Hälfte der insgesamt 9,4 Kilometer und 673 Höhenmeter machen ihn zu einer Art Plache des Belles Filles der Vuelta, um den inzwischen schon fast traditionellen Anstieg der Tour de France als Vergleich heranzuziehen. Die durchschnittliche Steigung von 7,1 Prozent wird durch den sanften Einstieg und eine Abfahrt kurz vor der Bergwertung verzerrt - wer diesen Berg unterschätzt, macht einen groben Fehler.
Denn nach sechs Kilometern geht es richtig zur Sache: Zuerst steigt die für mehrere hunderttausend Euro frisch asphaltierte Straße plötzlich 20 Prozent steil an, um dann für 1,9 Kilometer zu einer Schotterpiste zu werden. Dabei bleibt auch in dieser Gravel-Sektion der Anstieg stets zweistellig und erreicht in der Spitze 15 Prozent. Der kurzen Abfahrt folgt eine letzte Rampe zur Bergwertung, gefolgt von einer schmalen und gefährlichen Abfahrt. Vom Gipfel sind es noch 20,6 Kilometer zum Ziel, vom Ende der Abfahrt keine zehn Kilometer mehr.

Das Profil des Puerto el Bartolo bei der Vuelta 2026
Fotocredit: From Official Website
Vuelta: Leichtgewichte im Vorteil
Entsprechend gut sind die Chancen, Konkurrenten an diesem Berg richtig zu distanzieren. Das gilt einerseits für mögliche Ausreißer im Kampf um den Tagessieg, aber insbesondere für den Kampf um die Podiumsplätze. Denn hinter Dominator Pogacar zeigten sich auf der großen Bergetappe in Andorra sechs Fahrer auf Augenhöhe, in der Gesamtwertung liegen noch elf Profis hinter dem Weltmeister innerhalb von anderthalb Minuten.
Beides dürfte sich am Donnerstag ändern, sowohl Anstieg als auch Abfahrt fordern besondere Qualitäten. Ein absolutes Leichtgewicht wie der Belgier Jarno Widar mit unter 55 Kilogramm und starker Explosivität dürfte etwa klare Vorteile gegenüber einem Fahrer wie Felix Gall haben. Nicht zu vergessen: An der Bergwertung werden auch noch Bonussekunden vergeben.
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Felix Gall und Enric Mas bei der Vuelta 2026
Fotocredit: Getty Images
Kaum Sorgen muss hingegen Pogacar haben: Seine Extraklasse auf Schotterpisten hat er bei seinen eindrucksvoll bewiesen und sein großer Vorsprung in der Gesamtwertung zwingt ihn nicht dazu, große Risiken einzugehen. Für die Fans verspricht die letzte Rennstunde ein Spektakel - Eurosport und HBO Max sind live dabei, ebenso unser Liveticker ab 15:30 Uhr!
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Highlights: Pogacar fährt unaufhaltsam zum Etappensieg in Andorra
Quelle: Eurosport
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