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Vuelta ergreift Maßnahmen bezüglich eigener Influencerin - Social-Media-Star erntet Kritik
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Publiziert 24/08/2026 um 21:43 GMT+2 Uhr
Nach der teils heftigen Kritik an einer spanischen Influencerin, die im Rahmen der Vuelta 2026 von den Veranstaltern eingestellt wurde, haben die Organisatoren nun reagiert. Die Content Creatorin fiel nach dem Auftaktzeitfahren in Monaco durch unangemessene Interaktionen mit dem Etappensieger Tadej Pogacar und weiteren Fahrern auf, die besonders in den sozialen Medien für Kritik sorgten.
Erola Jons ist eine spanische Influencerin mit mehreren Millionen Followern
Fotocredit: Getty Images
Die Influencerin Erola Jons war vom Veranstalter selbst engagiert worden, um während der gesamten Rundfahrt Inhalte für die Social-Media-Kanäle der Vuelta zu erstellen. Dafür erhielt sie exklusiven Zugang zu Sperrzonen, in denen Journalisten normalerweise keinen Kontakt zu den Fahrern haben.
Nach der 1. Etappe fing sie Tagessieger Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) vor einem Raum hinter dem Podium ab, in dem sich der Weltmeister für die Siegerehrung umzog.
Passend zu ihren sonstigen Beiträgen in den sozialen Medien versuchte sie, den Slowenen mit einigen unangemessenen Fragen aus dem Konzept zu bringen.
Pogacar wirkte sichtlich irritiert und konnte der Interaktion größtenteils ausweichen. In der Kommentarspalte unter dem vielfach geteilten Video erhielt die Influencerin überwiegend scharfe Kritik.
Influencerin muss ihr Verhalten anpassen
Einigen spanischen Medien zufolge versuchte sie zudem vergeblich, Joshua Tarling (Netcompany-Ineos) zu interviewen. Danach stellte sie klar, dass sie noch 20 Etappen Zeit habe, den Briten für ein Interview zu gewinnen, und dies sicher schaffen werde.
Tarling hatte erst vor kurzem seinen Bruder Finlay bei einem schweren Unfall im Rahmen der Volta a Portugal verloren.
Der Veranstalter reagierte am Montag nun auf die anhaltende Kritik zumindest teilweise. Laut der spanischen Zeitschrift "Marca" erhält die Influencerin für den Rest der Vuelta keinen oder eingeschränkten Zugang zu den Fahrern und Teambussen.
Außerdem muss die Spanierin ihr Verhalten und ihren Umgang dem Niveau eines Radrennens auf dem höchsten Level anpassen. Dennoch wird sie bei allen kommenden Etappen weiterhin eingesetzt, um Inhalte zu produzieren.
Passen Influencer und Journalismus zusammen?
Die Organisatoren sind der Meinung, dass die Rolle der Influencerin, junge Menschen für den Sport zu begeistern, mit klassischem Journalismus und Pressearbeit vereinbar ist.
Die spanische Reporterin Laura Meseguer äußerte sich kritisch. In ihrer Kolumne bei der spanischen Zeitschrift "El País" schrieb sie, dass dieses Verhalten die Chancen von Frauen, in einem männerdominierten Sport Fuß zu fassen, um Jahre zurückgeworfen habe.
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Das Bild, das nach der Etappe nach außen getragen wurde, habe eine Frau ohne Ahnung vom Radsport und ohne Respekt für die Fahrer gezeigt.
Einige männliche Creator hätten bei der Tour de France Femmes ein ähnliches Verhalten gezeigt. Laut Meseguer sei es notwendig, mehr Verantwortung zu übernehmen, damit der Fortschritt der Frauen in der Branche nicht zerstört wird und der Sport sowie die Athleten nicht für Likes ausgenutzt werden.
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Quelle: Eurosport
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