Nicht aufs Podium kamen der Tour-Sieger 2018, Geraint Thomas (Großbritannien/+0:37,02), als Vierter und Titelverteidiger Rohan Dennis (Australien/+0:39,76) auf Rang fünf.
Stundenweltrekordler Victor Campenaerts (Belgien/+0:52,81) wurde Achter, Ex-Weltmeister Tom Dumoulin (Niederlande/+1:14) gar nur Zehnter. Sieger Ganna flog mit einem schnitt von 52.798 km/h um den Kurs mit 200 Höhenmetern.
Bester Deutscher war Jasha Sütterlin als 15 mit 1:38 Minute Rückstand. "Das war alles, was ich konnte, mehr war nicht drin. Ich bin auf jeden Fall zufrieden", sagte der 27-Jährige. Max Walscheid, der den erkälteten Nikias Arndt kurzfristig ersetzt hatte war auf dem 19. Platz 1:56 Minuten langsamer als der neue italienische Weltmeister. "Es war eigentlich ein sehr schönes Zeitfahren. Ich habe eine optimale Pace getroffen. Ich bin mit der Leistung, die ich getreten habe, super zufrieden", sagte Walscheid.
WM
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Ergebnis + Ticker des WM-Zeitfahrens

WM-Highlights: So lief der Kampf um die Zeitfahr-Medaillen

WM-Gold für Ganna: "Ein Traum wird wahr"

Als Filippo Ganna auf dem Podium seine Landsleute zum Mitsingen der italienischen Nationalhymne animierte, trauerte Wout van Aert nebenan dem verpassten Regenbogentrikot mit gesenktem Kopf hinterher. Die Galavorstellung des 24-jährigen Lokalmatadors im WM-Zeitfahren rund um das legendäre Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola vermasselte dem belgischen Ausnahmefahrer sichtlich die Krönung seiner starken Saison.
"Es ist ein Traum für mich", sagte Ganna, der sich als erster Italiener der Geschichte Einzelzeitfahr-Weltmeister nennen darf. "Ich konnte nicht schneller", sagte der geschlagene van Aert enttäuscht: "Den zweiten Platz muss ich jetzt akzeptieren. Ich hätte besser performen müssen. Ich wurde geschlagen von einem, der einfach stärker war als ich."
Nach seinen Erfolgen bei Strade Bianche, Mailand-Sanremo, und zwei Etappensiegen bei der Tour de France kam Van Aert am Freitagnachmittag fast 27 Sekunden nach Ganna in Ziel. Gegen den impulsiven, durchgehend kraftvollen Fahrstil des neuen Weltmeisters waren der für viele beste Fahrer der Welt chancenlos.

WM: Tony Martin verzichtet

Die beiden deutschen Fahrer Jasha Sütterlin (Freiburg) und Max Walscheid (Neuwied) blieben als 16. und 19. erwartungsgemäß weit vom Titelkampf entfernt. "Das war alles, was ich konnte, mehr war nicht drin. Ich bin auf jeden Fall zufrieden", sagte Sütterlin. "Es war eigentlich ein sehr schönes Zeitfahren. Ich habe eine optimale Pace getroffen. Ich bin mit der Leistung, die ich getreten habe, super zufrieden", ergänzte Walscheid, während der Kampf um die WM-Medaillen auf der Strecke noch in vollem Gange war.
Als Walscheid als erster der beiden Deutschen bei sehr windigen Bedingungen um 14.37 Uhr als sechster Fahrer von der Rampe ging, war die Strecke nach Gewitter und Regen in der Nacht wieder abgetrocknet. Walscheid musste zwar mit leicht einsetzendem Nieselregen kämpfen, kurze Zeit später lockerte der Himmel der Emilia-Romagna für die spät startenden Topfavoriten allerdings wieder auf.
Und das nutzte Ganna in vollen Zügen aus: Bereits bei der Zwischenzeit nach 14,9 km setzte er als Führender die Duftmarke und hielt das Tempo auf dem Weg zu seinem ersten WM-Titel auf der Straße bis zur Ziellinie hoch. Hinter Van Aert, dessen Jumbo-Teamkollege und viermaliger Einzelzeitfahr-Weltmeister Tony Martin nach der schweren Tour de France nicht mit für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nach Imola gereist war, wurde Europameister Stefan Küng aus der Schweiz Dritter. Titelverteidiger Rohan Dennis aus Australien verpasste als Fünfter den dritten WM-Triumph hintereinander.
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