Rad-WM 2021: Filippo Baroncini gewinnt U23-Rennen - Niklas Märkl verpasst Top Ten

Filippo Baroncini hat das WM-Straßenrennen der U23-Klasse gewonnen und ist damit seinem Landsmann Samuele Battistella im Regenbogentrikot nachgefolgt. Der 21-jährige Italiener setzte sich über 160,9 Kilometer von Antwerpen nach Leuven als Solist nach einer Attacke auf den letzten fünf Kilometern durch und lag damit am Ende ganz knapp vor den Verfolgern.

Highlights: So düpierte Baroncini die Konkurrenz im U23-Rennen

Quelle: Eurosport

Der Eriteer Biniam Girmay sicherte sich im Sprint der Verfolger die Silbermedaille vor dem Niederländer Olav Kooij.
Vierter wurde Baroncinis Landsmann Michele Gazzoli vor dem Briten Lewis Askey und Thibau Nys, dem besten Belgier. Der Österreicher Tobias Bayer belegte Rang elf. Bester Starter des deutschen Teams war Niklas Märkl auf Platz 15, eine Position dahinter folgte der Schweizer Jan Christen.
Eine stark besetzte elfköpfige Ausreißergruppe schien den Favoriten einen Strich durch die Rechnung machen zu können. In einem nervösen, von extrem vielen Stürzen überschatteten Rennen kam das Feld sechs Kilometer vor dem Ziel aber heran. Den Umstand nutzte Baroncini mit seinem Angriff an der Wijnpers, dem schwersten Anstieg der Schlussrunde.
“Meine Attacke im Finale hatten wir genau so geplant“, so der EM-Zweite von Trento. Unwiderstehlich setzte er sich aus dem Feld ab. Seinen knappen Vorsprung konnte er im Finale bis zum Ziel verteidigen. “Als ich weg war, habe ich bis zum Ziel nur ‘go go go go go go go‘ gedacht“, beschrieb er die letzten Kilometer. “Es ist ein Traum. Der ganze Tag war sehr stressvoll für mich und vermutlich für alle. Heute lief alles perfekt für mich und mein Team“, freute sich der frischgebackene Weltmeister.
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Highlights: So düpierte Baroncini die Konkurrenz im U23-Rennen

Quelle: Eurosport

Rad-WM 2021: Favorisierte Belgier gehen leer aus

Die favorisierten Belgier mussten sich mit Platz sechs für Thibau Nys zufriedengeben. “Mehr war nicht drin. Wir haben das Maximum rausgeholt“, bilanzierte der Europameister, der in Trento Baroncini im Sprint der Spitzengruppe noch distanzieren konnte. Hinter dem Weltmeister war der 18-Jährige der Fünftschnellste des Feldes. “Im Spurt bin ich dann mehr gekrochen als gesprintet“, so der Flame, der mit seiner Mannschaft alles daransetzen musste, um die elfköpfige Ausreißergruppe wieder zu stellen.
“Wir haben das Rennen aus Händen gegeben als niemand in der Gruppe dabei war. Auf der lokalen Runde haben sich die Jungs die Lunge aus dem Leib gefahren, um alles zusammenzufahren“, blickte Nys zurück.
Sein Landsmann Florian Vermeersch, der danach der Motor des Feldes war, erklärte, warum kein Belgier vorn dabei war. “Ich hatte es davor schon ein paar Mal probiert. Die Niederländer hatten sich auf mich konzentriert und dann attackierten sie direkt aus meinem Rücken heraus“, so der Lotto-Profi. “Wir haben auch drei Fahrer durch einen Sturz verloren“, fügte Nys an. “Es war ein gemischtes Feld. Fahrer mit viel Erfahrung und Fahrer mit wenig Erfahrung. Es war wirklich sehr gefährlich“, probierte Vermeersch das Sturzchaos zu erklären.
Wie die Belgier hatten auch die Deutschen die große Gruppe verpasst. Sie fuhren im Finale allerdings ein sehr aufmerksames und angriffslustiges Rennen. Niklas Märkl, Pirmin Benz und gleich mehrmals Michel Heßmann zeigten sich in Leuven in Gruppen. "Wir haben uns ein bisschen auf die Belgier und Niederländer fokussiert", deutete Benz an, dass er und seine Teamkollegen auf die falschen Pferde gesetzt haben könnten.

Rad-WM 2021: Hagenes erster Junioren-Weltmeister aus Norwegen

Zum ersten Mal in der Geschichte gab es mit Per Strand Hagenes einen Weltmeister aus Norwegen bei den Junioren.
Der 18-Jährige aus Sandnes bei Stavanger, den 2022 beim Development-Team von Jumbo – Visma von Robert Wagner unter seine Fittiche nehmen wird, schloss eine starke Mannschaftsleistung mit einem eindrucksvollen Solo ab. "Ich wollte es nicht auf einen Sprint ankommen lassen, sondern allein wegfahren. Natürlich weißt du nie, ob nicht jemand dein Hinterrad halten kann, aber heute hatte ich Glück", kommentierte Hagenes bei der Pressekonferenz seinem bislang größten Erfolg.
In diesem Jahr sind die Junioren aus dem hohen Norden das dominierende Team des Nations Cup gewesen, fuhren von Sieg zu Sieg und führen das Nationen-Ranking an. Doch die finale Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften lief nicht nach Plan. Bei der Generalprobe, den Europameisterschaften in Trento, musste sich Hagenes mit Silber begnügen. Gemeinsam mit den beiden Franzosen Romain Gregoire und Lenny Martinez büxte er am letzten Berg aus. Doch im Sprint wurde er von Gregoire düpiert.
"Ich war eine Woche sauer, aber du musst deinen Fokus immer nach vorne richten", erklärte Hagenes weiter und holte sich als erster Norweger mit einer Medaille im Straßenrennen der Junioren. Zuvor hatten es mit Thor Hushovd (10., 2005 in Wien) und Daniel Hoelgaard (7., 2011 in Kopenhagen) nur zwei seiner Landsleute in die Top Ten eines WM-Rennens der U19 geschafft.
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Per Strand Hagenes ist neuer Junioren-Weltmeister

Fotocredit: Getty Images

Rad-WM 2021: Hagenes zieht am letzten Anstieg davon

"Bei der Besichtigung haben wir darüber gesprochen", sagte Hagenes, angesprochen auf die Konstellation. "Wir wussten, dass wir eine große Chance haben und das Trikot für uns bereitliegen kann, wenn wir unsere Karten gut ausspielen", fügte er an.
Als sie keinen Fahrer in der ersten Fluchtgruppe rund um Luis-Joe Lührs platzieren konnte, waren die Norweger die erste Mannschaft, die in die Nachführarbeit einstieg und begann, die drei Ausreißer zu kontrollieren.
"Danach haben die Franzosen übernommen, am Ende musste ich aber die Lücke allein schließen", erinnerte Hagenes sich an seine erste Attacke, wo er zu den inzwischen sechs Führenden nach vorne fuhr.
Im Finale trat er dann nochmals an, löste sich als Solist am finalen Anstieg des Tages und hatte Zeit die Zieleinfahrt zu genießen. Stolz klopfte er sich auf seine Brust, ehe er mit den Händen ausgesteckt über die Linie in Leuven fuhr und kurz darauf das Regenbogentrikot in Empfang nahm.
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Sturz-Schreck im WM-Rennen: Fahrer fliegt fast durch Schaufenster

Quelle: Eurosport

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