“Ich freue mich sehr, zu Astana zurückzukommen, denn für mich ist das Team eine echte Familie, die mir eine Menge gegeben hat. Ich habe dort meine größten Erfolge gefeiert”, erzählte Nibali in einer Pressemitteilung. “Ich kenne den größten Teil des Managements und des Personals, ich kehre also zurück zu einem Team, das mir sehr gut bekannt ist”, fügte er an.
Nach seinem Wechsel zu Bahrain feierte der Sizilianer noch sechs Siege, zwei davon bei Monumenten. 2017 kam Nibali als Solo-Sieger ins Ziel der Lombardei-Rundfahrt, bei Mailand-Sanremo 2018 gelang ihm das gleiche Kunststück erneut, als er die Sprinter düpierte.
Seitdem hat er allerdings nur noch einen Sieg herausgefahren, 2019 sicherte er sich eine Etappe der Tour de France. Dass Nibali, der im November 37 Jahre alt wird, bei Astana nochmals an seine großen Zeiten anknüpfen kann scheint unwahrscheinlich.
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“Es ist schwer, jetzt über irgendwelche genauen Erwartungen oder Planungen für meine Rückkehr zu reden. Natürlich würde ich mich gern beweisen und gewisse Resultate verbuchen, gleichzeitig finde ich es auch schön, meine Erfahrung an junge Fahrer weiterzugeben“, deutete Nibali schon eine neue Rolle an.

Winokurow freut sich über Nibali-Rückkehr zu Astana

Von den Fahrern, mit denen der viermalige Grand-Tour-Sieger vor Jahren bereits gemeinsam bei Astana gefahren ist, sind derzeit immerhin noch Jakob Fuglsang, Dmitriy Gruzdev, Alexey Lutsenko, Luis León Sánchez und Artyom Zakharov im Team. Über einen Vertrag für 2022 verfügt von diesem Quintett bisher aber nur Lutsenko.
Überhaupt macht das Team einen großen Umbruch durch, erst acht Fahrer stehen bislang für die nächste Saison fest. Dementsprechend glücklich zeigte sich Astanas Teammanager Alexander Winokurow, dessen Platz als Kapitän Nibali 2013 nach dem Karriereende des Kasachen eingenommen hatte.
“Wir freuen uns, dass diese Rückkehr Wirklichkeit wird. Vincenzo Nibali bedarf keiner Vorstellung – er ist ein wahrer Champion”, so der 48-Jährige. “Für uns ist seine Verpflichtung die Chance, um uns die gesamte Erfahrung, die ein Fahrer seines Kalibers mitbringt, ins Team zu holen. So können wir die Mannschaft umbauen und verbessern. Wir möchten uns nächstes Jahr mehr auf junge Fahrer konzentrieren und ein Champion wie Nibali wird dabei eine entscheidende Rolle spielen”, so Winokurow weiter.
Doch ausschließlich auf die Rolle als Mentor beschränken soll sich der prominente Rückkehrer nicht: “Ich glaube, dass Nibali sein letztes Wörtchen im Radsport noch nicht gesprochen hat. In einigen Rennen kann er für das Team sicher noch Erfolge erreichen“, meinte sein Teamchef.
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