Straßenrad-WM: Yevgeniy Fedorov gewinnt das U-23-Rennen - Kasache setzt sich im Sprint-Duell durch

Der Kasache Yevgeniy Fedorov (Astana Qazaqstan) hat das verregnete WM-Straßenrennen der U23-Männer im australischen Wollongong für sich entschieden. Der 22-Jährige setzte sich vor dem Tschechen Mathias Vacek (Trek – Segafredo), dem letztlich aber die Kraft zum Sprinten fehlte. Aus dem Sprint einer Verfolgergruppe setzte sich der Norweger Sören Waerenskjold (Uno-X) durch.

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Quelle: Eurosport

Bester Deutscher wurde Michel Heßmann (Jumbo – Visma) als Elfter.
Wie erwartet bestimmten die Profis das Finale. Sieben der besten zehn Fahrer fuhren dieses Jahr Rennen als Berufsradfahrer. Der Sieger hatte sogar die gesamte Vuelta a Espana in den Beinen. “Ich bin in guter Form von der Vuelta hergekommen und habe versucht, das Beste herauszuholen. Und das ist jetzt wirklich das Beste", freute sich Fedorov laut einer Live-Übersetzung von seinem Teamchef Alexandre Vinokourov.
Der neue Weltmeister setzte sich kurz vor Beginn der Schlussrunde mit einem Quartett ab. "Ich habe es vor dem Anstieg versucht, weil ich kein echter Kletterer bin. Aber ich wusste, wenn ich über den Berg komme, dann habe ich eine Chance durchzukommen“, blickte Fedorov zurück.
Nach der finalen Überquerung des Mount Pleasant blieb er mit Vacek vorn. “Auf der Abfahrt und den flachen Kilometern zum Ziel konnte das Duo die Verfolger auf Abstand halten. “Als wir in der letzten Runde zu zweit über die Kuppe kamen, hatte ich ein gutes Gefühl. Ich bin auch nicht der beste Sprinter, aber ich hatte noch sehr gute Beine", so Fedorov, der seinem tschechischen Begleiter im Spurt keine Chance ließ.

Kooij auf sich allein gestellt

Bei den Verfolgern war Waerenskjold der Schnellste. Er hatte mit Per Hagenes Strand noch einen Teamkollegen dabei, der allerdings im Finale keine Arbeit für ihn verrichtete. Auch die Franzosen hatten noch drei Helfer für ihren schnellen Mann Paul Penhoët vorn und griffen erst viel zu spät in die Verfolgung ein. Ganz allein hingegen war Kooij, dessen Mannschaft auf Mick van Dijke verzichten musste.
Er konnte nur – vergeblich - auf die anderen Teams hoffen. “Ich habe es geschafft, in der ersten Gruppe des Feldes zu bleiben und musste eben Glück haben, dass wir noch vorne rankommen – das hat nicht geklappt und ist schade", so der Jumbo-Sprinter. "Es waren ein paar Franzosen und Belgier da und ich habe gehofft, dass sie die Lücke schließen. Leider haben sie das nicht getan und dann musste ich damit leben, um Platz 3 zu sprinten.
Da bin ich dann auch noch bezwungen worden. Am Ende ist das nicht, wofür wir hergekommen sind. Aber so ist Radsport", resümierte er.
Die Deutschen fuhren ein sehr aktives Rennen und machten es von den ersten Metern an sehr schwer. Hannes Wilksch war Teil der Gruppe des Tages, die zeitweise von seinen eigenen Teamkollegen gejagt wurde. Bei der Verfolgung spielte auch Heßmann eine gewichtige Rolle. Im Finale waren die beiden Deutschen auf sich gestellt, Wilksch opferte sich in der Verfolgung der letztendlich erfolgreichen Ausreißer auf, Heßmann konnte gegen die Sprinter in der Favoritengruppe keine Spitzenposition herausfahren.
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