Rad-WM 2023: Weltmeister Mathieu van der Poel nutzt Rennpause für Stuhlgang in fremdem Haus
VonThomas Gaber
Publiziert 06/08/2023 um 22:21 GMT+2 Uhr
Mathieu van der Poel hat sich in Glasgow zum Weltmeister im Straßenrennen gekrönt. Eine unfreiwillige Rennpause nutzte der Niederländer für einen Stuhlgang der besonderen Art. Van der Poel suchte sich ein Haus von Anwohnern an der Strecke, um dort sein Geschäft zu verrichten. Der niederländische Nationaltrainer Koos Moerenhout bestätigte der Zeitung "AD" den "großen Botengang" seines Schützlings.
Highlights: Blutender van der Poel trotzt Sturz und Protest-Eklat
Quelle: Eurosport
Nach etwa 80 Kilometern musste das WM-Straßenrennen der Männer für 52 Minuten unterbrochen werden, weil sich Klimaaktivisten der Organisation "This is Rigged" auf den Asphalt geklebt hatten.
Viele Fahrer nutzten den unfreiwilligen Rennstopp, um sich am Straßenrand zu erleichtern. Ein ganz normaler Vorgang während eines Radrennens.
Mathieu van der Poel hatte jedoch etwas anderes zu erledigen. Nichts, was man so einfach vor Zuschauern, Fahrerkollegen und Fernsehkameras neben der Strecke bewerkstelligen kann. Van der Poel musste "groß" und suchte daher ein Haus von Anwohnern der WM-Strecke auf.
"Er ging kurz in ein Haus, in dem einige Schotten wohnten", erzählte Nationaltrainer Moerenhout nach der Triumphfahrt des neuen Weltmeisters. "Aber nicht um zu pinkeln. Ich denke, für etwas mehr als das. Das ergibt natürlich eine gute Story", so Moerenhout.
Van der Poel nicht der einzige Fahrer, der mal "groß" musste
Auf der Pressekonferenz nach dem Rennen gab van der Poel an, nicht der einzige Fahrer gewesen zu sein, der die Gastfreundschaft der Schotten nutzte.
"Die Verspätung war ziemlich lang. Nach und nach gingen immer mehr in das Haus. Ich möchte mich bei den Leuten bedanken, die so freundlich waren, uns auf die Toilette gehen zu lassen", sagte er.
Van der Poel und seine Kollegen machten es in Glasgow anders als Tom Dumoulin, .
Van der Poel holt Gold, Dumoulin den Giro-Sieg
Nach Beendigung des "großen Geschäfts" fuhr van der Poel am Sonntag zu Gold und ließ sich auch nicht von einem Sturz auf der nasser Fahrbahn 16 Kilometer vor dem Ziel beeindrucken.
Damit tritt er dann doch in die Fußstapfen von Dumoulin, der am Ende der Italien-Rundfahrt 2017 ganz oben dem Podest stand.
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Quelle: Eurosport
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