Rad-WM 2023: Protest stoppt WM-Straßenrennen - Demonstranten sorgen für Unterbrechung
Ein Zwischenfall hat für eine über 50 minütige Unterbrechung des WM-Straßenrennen der Männer in Glasgow gesorgt. Wie der internationale Radsport-Verband UCI bekanntgab, seien Demonstranten auf der Strecke der Grund für die Neutralisation gewesen. Zuerst wurde die Spitzengruppe, die zu diesem Zeitpunkt knapp acht Minuten vor dem Feld lag gestoppt, später auch das Peloton.
Feld gestoppt: Demonstranten sorgen für Unterbrechung
Quelle: Eurosport
Die Aktivisten der Organisation "This is Rigged" übernahmen die Verantwortung für die Aktion, bei der sich Personen auf den Asphalt festgeklebt hatten. In einer Erklärung hieß es, dass der im Radsport als Großsponsor aktive Chemiekonzern Ineos Ziel des Protests war. Ineos produziert in Schottland Diesel und Benzin.
Wie die schottische Polizei mitteilte, seien Beamte schnell vor Ort gewesen, um die Situation in den Griff zu bekommen. Später postete die Behörde auf Twitter ein Update und gab bekannt, dass fünf Demonstranten "sicher entfernt" und festgenommen wurden.
Der französische Ex-Weltmeister Julian Alaphilippe posierte in der Zwischenzeit für ein Selfie, der niederländische Mitfavorit Mathieu van der Poel hielt einen Small Talk mit seinen Teamkollegen, andere Fahrer nahmen in Begleitautos Platz.
Während sich ein Polizeibus durch die wartenden Radprofis schob, informierte UCI-Präsident David Lappartient an der Strecke persönlich über den Stand der Entwicklungen.
Eklat: Fast eine Stunde Unterbrechung
Um 13:15 Uhr wurde das Rennen mit den vorher gemessenen Zeitabständen wieder fortgesetzt - nach über 50 Minuten Unterbrechung! Seit 12:23 Uhr hatten die ersten Fahrer stillgestanden.
Für den Körper der Athleten eine Mammutaufgabe, wie Ex-Profi Jens Voigt in der Live-Übertragung bei Eurosport erklärte.
"Die Muskeln waren ja aufgewärmt. Es floß mehr Blut durch die Muskeln in die Beine. Jetzt stehen die hier rum, die Muskeln und Blutgefäße ziehen sich zusammen, es fließt weniger Blut. Der ganze Kreislauf fährt da runter, der Stoffwechsel fährt runter", so Voigt: "Den Körper danach wieder aufzuwecken, ihm zu sagen, jetzt musst du wieder arbeiten und mit 150 Herzfrequenz weiterfahren, das dauert einen Moment. Das ist wirklich so, als würde ein neues Rennen gestartet. Für den Körper ist das, als hätte er heute zwei Rennen gefahren."
WM-Straßenrennen: Van der Poel krönt sich
Am Ende war es van der Poel, der nach 271,1 Kilometern in Glasgow jubelte.
Der Niederländer setzte sich knapp 22 Kilometer vor dem Ziel entscheidend aus dem Führenden Quintett, in dem auch Tadej Pogacar und Wout Van Aert waren, ab. Selbst ein Sturz kurz darauf konnte ihn nicht mehr aufhalten.
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(mit SID)
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Highlights: Blutender van der Poel trotzt Sturz und Protest-Eklat
Quelle: Eurosport
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