Rad-WM 2023: Wout Van Aert kritisiert Funkverbot bei Weltmeisterschaften - "es beeinflusst das Rennen"

Für Silbermedaillengewinner Wout Van Aert (Belgien) stand nach der Straßen-WM von Glasgow fest: "Mathieu war der Stärkste." Den verdienten Sieg seines niederländischen Dauerrivalen van der Poel wollte der Belgier auch gar nicht in Frage stellen. Der Profi von Jumbo - Visma betonte aber auch, dass das Rennen hätte anders ausgehen können, wenn man mit Funk gefahren wäre.

Highlights: Blutender van der Poel trotzt Sturz und Protest-Eklat

Quelle: Eurosport

"Es beinflusst manchmal das Rennen", sagte er gegenüber "Sporza".
Funk ist jedoch bei Weltmeisterschaften nicht erlaubt und so erfuhren der Belgier und seine beiden Begleiter Tadej Pogacar und Mads Pedersen zunächst nichts davon, dass der ihnen kurz zuvor enteilte van der Poel 16 Kilometer vor dem Ziel in einer Kurve gestürzt war. 30 Sekunden hatte da gerade der Vorsprung betragen.
Auch wenn van der Poel schnell wieder auf dem Rad saß: Hätte man direkt die Information aufs Ohr bekommen, hätte man in dieser Rennphase anders agieren können. Statt sich etwa bei der Nachführarbeit uneinig zu sein, hätte man so mit einer gemeinsamen Aktion die Lücke zu van der Poel schließen können.
"Es macht einfach keinen Sinn, ohne Funk zu fahren. Ich kann das nicht genug kritisieren. Wir sind Profis und für uns ist es normal, mit Kopfhörern zu fahren. Es ist einfach dumm, dass wir das im wichtigsten Rennen nicht dürfen", schimpfte Van Aert.
Doch nicht nur über den Sturz sei man im Unklaren gewesen. Auch von der Protestaktion der Demonstranten nach 80 Kilometern, die sich auf der Straße festbetoniert hatten, habe man ohne den Funk nichts gewusst, bemängelte Van Aert.
(radsport-news.com)
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Van der Poel über Sturz: "Hätte tagelang nicht schlafen können"

Quelle: Eurosport

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