Rad-WM: Primoz Roglic vor Auftakt angriffslustig - mehr als nur der zweite Mann für Slowenien hinter Tadej Pogacar

Primoz Roglic könnte als amtierender Vuelta-Sieger als Mitfavorit in das schwere WM-Straßenrennen rund um Zürich gehen - doch eigentlich geht er nicht einmal als Kapitän seines eigenen Teams an den Start. Der Grund: Landsmann Tadej Pogacar will nach dem Double bei Giro d'Italia und Tour de France auch das Regenbogentrikot holen. Doch auch den "zweiten" Slowenen sollte man nicht unterschätzen.

Highlights: "Kannibale" Pogacar unnachahmlich zum Solo-Sieg

Quelle: Eurosport

"Ich kann keine Vorhersagen machen", sagte Roglic im Interview mit der slowenischen Zeitung "Delo", "aber die Strecken - sowohl das Zeitfahren als auch das Straßenrennen - liegen mir."
Der 34-Jährige ist keiner, der für markige Kampfansagen bekannt ist - aber ein wie ein "Edelhelfer" für seinen neun Jahre jüngeren Landsmann klingt dieser Satz nicht gerade.
Roglic hat allen Grund mit Selbstvertrauen in die WM-Wettbewerbe von Zürich zu gehen. Mit der Vuelta gewann er die wohl ultimative Generalprobe auf den sehr selektiven Kurs. Seinen vierten Gesamtsieg fuhr er dabei letztlich souverän ein - obwohl ihn über die drei Wochen Rückenprobleme von seinem Sturz bei der Tour de France plagten.
Dieser erneute Rückschlag bei der Tour de France belastete den Slowenen so sehr, dass er sogar ans Karriereende dachte. Nun ist er wieder in Topform, voller Selbstvertrauen und ein Kandidat für das Regenbogentrikot in Zürich.

Pogacar der alles überstrahlende Favorit

Zudem hat Roglic recht, dass ihm beide Kurse sehr gut liegen. Das Zeitfahren am Sonntag (ab 14:45 Uhr live auf Eurosport und bei discovery+) ist ähnlich lang und nur etwas weniger anspruchsvoll als das Olympiazeitfahren von Tokio 2021, bei dem er die Goldmedaille gewann.
Auch bei der Vuelta zeigte er seine gute Form im Kampf gegen die Uhr, wurde in Madrid Zweiter hinter Stefan Küng. Das Straßenrennen auf dem welligen Kurs rund um die Schweizer Großstadt weist rund 4000 Höhenmeter auf - die eher kurzen, steilen Anstiege passen zu Roglic' Fahrertypus, auch das konnte er in Spanien unter Beweis stellen.
Sein einziges Problem: Was Roglic sehr gut kann, kann Pogacar wohl noch ein paar Prozent besser. Dieser zeigte beim Grand Prix de Montréal, dass er auf einem Kurs, der jenem bei der WM sehr ähnlich ist, ebenso dominieren kann wie im Hochgebirge.
Pogacar ist der alles überstrahlende Topfavorit auf das Regenbogentrikot - doch Roglic muss sich in der Team-Hierarchie nicht schon vor dem Start unterordnen. Zumal beide noch einen gemeinsamen Gegner im Blick halten müssen: Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel kann sich berechtigte Hoffnungen auf seinen zweiten WM-Titel machen.
picture

Highlights: Merlier lässt Belgien bei Heim-EM jubeln

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung