Rad-WM - Tadej Pogacar nach verpasster Medaille im Zeitfahren enttäuscht: "Hätte ich gewusst, dass es so eng ist ..."

Anstatt des erwarteten Showdowns der Topfavoriten Tadej Pogacar und Remco Evenepoel entwickelte sich der Auftakt der Rad-WM im Zeitfahren zu einer Machtdemonstration des Belgiers. Der Olympiasieger deklassierte die Konkurrenz und machte mit seinem dritten Titel in Folge den Gold-Hattrick perfekt. Pogacar dagegen verpasste als Vierter die Medaillenränge haarscharf, weshalb er im Anschluss haderte.

Highlights: Evenepoel feiert Gold-Hattrick - Pogacar geht leer aus

Quelle: Eurosport

Remco Evenepoel ist und bleibt das Maß der Dinge im Zeitfahren.
Der belgische Olympiasieger verteidigte seinen Weltmeistertitel mit einem großen Vorsprung von 1:14 Minuten auf den Australier Jay Vine. Dritter wurde überraschend Evenepoels Landsmann Ilan Van Wilder (2:36 Minuten).
Tour-Sieger Pogacar dagegen kassierte an seinem 27. Geburtstag die Höchststrafe: Zwei Kilometer vor dem Ziel zog Evenepoel an dem Slowenen vorbei, letztlich reichte es nicht einmal für eine Medaille.
Der Slowene wurde nach anspruchsvollen 40,6 km mit einem Rückstand von nur einer Sekunde auf den Bronzerang Vierter (+2:37 Min.).
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Machtdemonstration! Evenepoel überholt Pogacar im Zeitfahren

Quelle: Eurosport

Die Stimmen zum Einzelzeitfahren bei der Rad-WM.
Remco Evenepoel (Belgien/Weltmeister): "Ich habe mich ziemlich gut gefühlt. Gleich im ersten flachen Teil habe ich gemerkt, dass die Beine sich gut gedreht haben. Ich konnte mein Tempo halten ohne übers Limit zu gehen. Der erste und die letzten beiden Anstiege waren aber ziemlich hart. Ich hatte schnell einen großen Vorsprung und wollte den bis zum Fuße des Péage halten. Von da an habe ich dann alles gegeben. Das Kopfsteinpflaster habe ich irgendwann gehasst! Es war so schwer darauf richtig Druck zu erzeugen. Aber ich habe gewonnen und das ist das Wichtigste. Ilan (van Wilder), mein Teamkollege, der so alt ist wie ich, der meiner Generation angehört, ist Dritter geworden. Es war ein phänomenaler Tag für uns."
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Evenepoel nach WM-Coup euphorisch: "Phänomenaler Tag für uns"

Quelle: Eurosport

Tadej Pogacar (Slowenien/4.): "Ich habe alles gegeben, was ich habe. Natürlich bin ich enttäuscht, dass mich Remco überholt hat. Es ist unfassbar, wie gut er in dieser Disziplin ist. Eine Sekunde Rückstand aufs Podium zu haben ist bittersüß. Hätte ich gewusst, dass es so eng ist, hätte ich vielleicht noch ein wenig Extra-Motivation gehabt. Aber ich wusste es nicht. Heute bin ich enttäuscht, aber morgen ist ein neuer Tag. Es war nicht meine beste Leistung. Ich hoffe, dass Remco sich zu 100 Prozent auf heute konzentriert hat und dann am Sonntag nur bei 99 ist."
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Zeitfahr-Pleite nagt an Pogacar: "Natürlich bin ich enttäuscht"

Quelle: Eurosport

Isaac del Toro (Mexiko/5.): "Es stört mich nicht, dass ich knapp an den Medaillen vorbei bin. Ich kann nicht viel besser machen als heute, ich bin sehr stolz. Remco und Jay waren sehr stark, Tadej auch. Ich kann mich nicht beschweren. Für Sonntag bedeutet das aber nichts. Ich werde so arbeiten, als wäre ich der schwächste Fahrer im Feld und mich dann Schritt für Schritt verbessern."
Stefan Küng (Schweiz/10.): "Vorm Start habe ich gesagt, die Top 10 sind in Reichweite, eine Medaille wäre eine Sensation. Die Top 10 sind es geworden, wenn auch gerade so. Und wenn ich es vorher so gesagt habe, dann muss ich sagen: Ziel erfüllt. Auch wenn ich jetzt hier nicht stehe und sage: Boah, geilstes Zeitfahren ever. In letzter Zeit ist es sehr zäh für mich. Seit Anfang August ist alles schwerfällig. Ich war noch mal krank und komme nicht auf mein 100-prozentiges Niveau. Dazu die Höhe und eine schwere Strecke. Aber für mich war klar, wenn ich nominiert werde, dann komme ich auch und werde die Schweizer Farben voller Stolz vertreten."
Miguel Heidemann (Deutschland/17.): "Die Akklimatisierung hat Früchte getragen, es war bisher mein bester Tag hier. Insgesamt bin ich happy. Am schwächsten war ich am Kopfsteinpflaster-Anstieg. Ich habe alles gegeben, versucht, Charakter zu beweisen. Aber es war ziemlich hart. Bergauf lief es insgesamt aber gut, bergab konnte ich mich etwas erholen. Ich bin auch richtig happy, dass wir gestern ins Recon investiert haben, das war sehr wichtig heute."
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Highlights: Reusser endlich am Ziel - Niedermaier überzeugt

Quelle: Eurosport


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