Felix Loch rutschte zum Auftakt der WM noch tiefer in die Krise, auch Natalie Geisenberger verpatzte den Start völlig - und Deutschlands Rodel-Ikone Georg Hackl hatte Mühe, die vielen Fehler seiner Erben zu erklären:
Es ist alles ein bisschen unglücklich gelaufen heute.
In den Sprintwettbewerben am Freitag reichte es für die deutschen Top-Athleten nur zu drei von neun möglichen Podestplätzen, die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt sorgten dabei für den einzigen Sieg der Rodel-Nation.
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"Die Männer haben geschlossen viel zu viele Fehler gemacht", urteilte auch Bundestrainer Norbert Loch und fügte mit Blick auf die klassischen, die richtig wichtigen Rennen am Wochenende an:
Da muss man sich Einiges überlegen, es muss eine deutliche Steigerung her. Wir hatten uns mehr ausgerechnet.
Nicht ohne Grund hob Loch dabei die Männer um seinen Sohn Felix heraus. Routinier Andi Langenhan belegte als bester Deutscher den sechsten Platz, Olympiasieger Loch enttäuschte als Zehnter völlig. Auf Sieger Wolfgang Kindl (Österreich) fehlten ihm letztlich rund zwei Zehntelsekunden.
"Ich hatte einen Mordsfehler drin, und der ist im Sprintrennen eben tödlich", sagte Loch junior. Roman Repilow (Russland) wurde Zweiter vor Dominik Fischnaller (Italien). Johannes Ludwig stürzte, Ralf Palik war schon in der Qualifikation gescheitert.
Auch die Frauen hatten zuvor den Sieg im Sprint verpasst, Tatjana Hüfner wurde als beste Deutsche Dritte. Allerdings trennte sie nur eine Hundertstelsekunde von Siegerin Erin Hamlin aus den USA. Titelverteidigerin Martina Kocher aus der Schweiz belegte den zweiten Platz.
Olympiasiegerin Natalie Geisenberger wurde nach verpatztem Start nur 15. und damit Letzte, anschließend verzichtete sie auf Interviews.
"Sie ist angefressen", sagte Bundestrainer Loch, "aber sie muss das abschütteln und sich auf morgen vorbereiten." Dajana Eitberger (Ilmenau) belegte den fünften Platz. Junioren-Weltmeisterin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) musste sich mit Position 12 zufrieden geben.

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