Kurzbahn-EM in Kasan: Florian Wellbrock greift nach nächstem Gold

Schwimm-Olympiasieger Florian Wellbrock greift bei der Kurzbahn-EM im russischen Kasan nach seiner zweiten Goldmedaille. Nach seinem Sieg über 1500 m Freistil zog der 24-Jährige als Vorlaufschnellster in den Endlauf über 800 m am Sonntag ein. In 7:38,35 Minuten ließ der Magdeburger erneut seinen italienischen Rivalen Gregorio Paltrinieri hinter sich.

Florian Wellbrock

Fotocredit: Getty Images

"Ich dachte, wir sind ein Tickchen schneller, aber ich habe den Lauf relativ kontrolliert gewonnen, deshalb bin ich erstmal zufrieden", sagte Wellbrock und ergänzte mit Blick auf das Finale: "Gregorio wird mit Sicherheit ein bisschen Wut im Bauch haben. Er wird alles versuchen, den Titel mitzunehmen. Ich werde natürlich alles reinschmeißen, um zu kontern."
Ebenfalls schneller als Langbahn-Weltmeister Paltrinieri war im Vorlauf der 19-jährige Sven Schwarz (7:39,07). Der Bronzemedaillengewinner über 1500 m aus Hannover hält den Junioren-Weltrekord über 800 m - und hat Wellbrock mit seinen Leistungen in Kasan nicht überrascht.
"Er ist einer von den jungen Wilden", sagte der Freiwasser-Olympiasieger: "Er kommt jetzt gerade aus dem Höhentrainingslager. Dass er ein junges Langstreckentalent ist, ist auch kein Geheimnis. Deswegen kamen die Zeiten für mich nicht unerwartet." Oliver Klemet (Frankfurt/Main) und Lukas Märtens (Magdeburg) schieden als Achter und Neunter aus.
In starker Form präsentierte sich auch Wellbrocks Klubkollegin Isabel Gose als Halbfinaldritte über 200 m Freistil. Die EM-Dritte über 800 m, die am Mittwoch die erste Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) gewonnen hatte, blieb in 1:54,91 Minuten nur 27 Hundertstelsekunden über ihrer persönlichen Bestzeit.

Gose verzichtet auf Endlauf

Auf den Start im Endlauf am Sonntag verzichtet die 19-Jährige allerdings, weil nur eine knappe halbe Stunde später das Finale über 400 m ansteht. "Wir haben gesagt: Das Semifinale ist mein Finale über 200 Kraul. Ich werde morgen die 400 voll in Angriff nehmen", kündigte Gose an und begründete ihre Entscheidung: "Die 200 sind immer unberechenbar, über 400 kann ich taktisch ein bisschen besser vorgehen."
Nicht über Platz sechs kam Ex-Weltmeister Marco Koch (Frankfurt/Main) über seine Paradestrecke 200 m Brust in enttäuschenden 2:05,13 Minuten hinaus. Der Doppel-Weltmeister von 2016 auf der Kurzbahn wollte sich nach dem Finale nicht äußern.
Die 18-jährige Zoe Vogelmann (Heidelberg) belegte im Endlauf über 200 m Lagen als Nachrückerin Rang acht (2:11,34). Das Finale über 200 m Rücken verpasste Vielstarter Ole Braunschweig (Berlin) als Zehnter.
Bereits nach dem Vorlauf Schluss war am Morgen für Leonie Kullmann (Berlin/24.) über 200 m Freistil, Nele Schulze (Flensburg/23.) über 50 m Brust sowie Angelina Köhler (Hannover/22.) und Jessica Felsner (Köln/26.) über 50 m Schmetterling.
(SID)
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Quelle: Perform

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