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Olympiasieger Lukas Märtens krönt sich bei Schwimm-WM erstmals zum Weltmeister - Oliver Klemet auch im Finale
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Update 30/07/2025 um 13:34 GMT+2 Uhr
Olympiasieger Lukas Märtens hat sich auf den Tag genau ein Jahr nach seinem Erfolg bei den olympischen Sommerspielen in Paris erstmals zum Weltmeister gekrönt. Der deutsche Schwimmstar triumphierte bei der Schwimm-WM in Singapur auf seiner Weltrekordstrecke 400 m Freistil in 3:42,35 Minuten und sicherte sich nach einer Silber- und zwei Bronzemedaillen nun auch endlich WM-Gold.
Märtens macht Gold perfekt: Das Olympia-Finale im Video
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Nach dem goldenen Anschlag mit letzter Kraft ballte Lukas Märtens die Faust, schwang sich aus dem Becken und winkte kurz ins Publikum. In eine Deutschland-Fahne gehüllt suchte der neue Weltmeister schnell einen Ausgang - um sich zu übergeben.
"Ich konnte mich nicht bewegen, ich hatte Kopfschmerzen, mir ging's schlecht", gab der Olympiasieger nach dem Herzschlagfinale von Singapur über 400 m Freistil zu, "wenn man so an seine Grenzen geht, dann kommt da auch mal was mit raus."
Um zwei Hundertstelsekunden hatte Märtens im dramatischen Finish den Australier Sam Short geschlagen und sich auf den Tag genau ein Jahr nach seinem historischen Triumph von Paris zum WM-Champion gekrönt.
Damit ist er nun endgültig das Nonplusultra auf der Strecke, die einst sein Vorbild Paul Biedermann im Hightech-Anzug revolutionierte. Seinen Weltrekord, mit dem er im April die Fabelzeit von der WM 2009 unterboten hatte, verfehlte er zwar deutlich. Doch darauf kam es nicht an.
Märtens mit starkem Schlussspurt gegen Short
"Es ist eine Menge Druck abgefallen, aber ich bin stolz, dass ich es gerockt habe. Das war der eine Titel, der mir noch gefehlt hat, über den alle geredet haben", sagte der Magdeburger, der bei der Siegerehrung wieder strahlen konnte. Mit der Medaille um den Hals pustete er kräftig durch.
Märtens war das Rennen furios angegangen, führte lange, ehe Short vorbeizog. Auf den letzten 50 m zündete der Magdeburger den Turbo, doch der Vorsprung schmolz bis zum Anschlag. Sein Magdeburger Trainingskollege Oliver Klemet, Freiwasser-Silbermedaillengewinner in Paris, kam auf Platz acht.
Nach dem Olympiasieg und dem Weltrekord hatte Märtens nur noch WM-Gold gefehlt. Bislang hatte er zwar bei allen Weltmeisterschaften seit 2022 auf dem Podest gestanden, doch mit einmal Silber und zweimal Bronze war der deutsche Überflieger nicht mehr zufrieden. "Ich bin auf jeden Fall noch nicht am Ende der Fahnenstange", hatte Märtens im SID-Interview vor der WM gesagt.
Märtens will deutschem Team "Push geben"
Das gilt auch für Singapur: Denn das Mammutprogramm für den 23-Jährigen hat gerade erst begonnen. Auch als Weltranglistenzweiter über 800 m Freistil rechnet er sich Medaillenchancen aus. Zudem startet er über 200 m Rücken sowie in der 4x200-m- und der Lagenstaffel.
Gleichzeitig sieht sich Märtens in einer Führungsrolle in der deutschen Mannschaft - nicht nur weil er wie in Paris, wo er als erster deutscher Beckenschwimmer seit 1988 Olympiagold gewann, gleich im ersten Finale startete. Es sei seine Aufgabe, "dem Team einen Push zu geben, zu motivieren". Das gelang ihm eindrucksvoll.
"Ich glaube, wir haben als gesamtes Team einen großen Schritt nach vorne gemacht. Alle Jungs und Mädels sind sehr jung - da kommt viel nach", sagte Märtens und fügte stolz an: "Ich bin schon einer der Älteren - mit 23. Das bedeutet schon viel. Ich bin wirklich stolz darauf, in diesem deutschen Team zu schwimmen."
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(SID)
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