Eurosport
Ocean Race: Susann Beucke von Erfahrung überwältigt - "Es war härter, als ich es mir jemals ausgemalt hatte"
Von
Publiziert 13/02/2023 um 14:29 GMT+1 Uhr
In Tokio 2020 konnte Susann Beucke noch Olympia-Silber im Segeln gewinnen. Nun erfüllt sich die Deutsche einen Lebenstraum, indem sie am Ocean Race teilnimmt. Seit der zweiten Etappe ist sie mit dem Team Holcim unterwegs und konnte direkt dieses Teilstück nach Kapstadt gewinnen. Beucke hatte sich intensiv auf die 17 Tage vorbereitet - und trotzdem haben sie ihr alles abverlangt.
Susann Beucke hat mit dem Holcim - PRB Team die zweite Etappe des Ocean Race gewonnen
Fotocredit: The Ocean Race
Susann Beucke sehnte sich nach einem Bier mit ihrer Familie, einer Dusche und ganz viel Schlaf. Die 31-Jährige aus Strande war nach einem herausragenden Tag ihrer Segelkarriere völlig überwältigt.
"Es war extrem hart. Ich habe mich mental auf die Herausforderung eingestellt", sagte die Olympia-Silbermedaillengewinnerin geschafft, aber glücklich, nachdem sie mit dem Team Holcim-PRB triumphal die zweite Etappe des Ocean Race gewonnen hatte: "Es war härter, als ich es mir jemals ausgemalt hatte."
Nach 17 Tagen auf dem Meer, nach 4600 Seemeilen von den Kapverden nach Kapstadt in Südafrika, hatte Beucke ihren ersten Job im Team von Skipper Kevin Escoffier vorerst hocherfolgreich erledigt.
Noch ohne die Athletin aus Strande bei Kiel hatte sich Holcim schon auf dem ersten Teilstück durchgesetzt.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/02/12/3554528.jpg)
Susann Beucke und Co. siegen in Kapstadt
Fotocredit: The Ocean Race
Lebenstraum: Ocean Race
Für Beucke erfüllte sich mit der Teilnahme ein Lebenstraum. Die Regeln der Regatta sehen eine Mixed-Crew vor, mindestens eine Frau muss an Bord sein - und "Sanni" ergriff ihre Chance. "Das Segeln, das Leben an Bord - alles ist so intensiv und holt alles aus dir heraus. Dafür gibt es keine Worte, nur Emotionen", sagte sie danach erfüllt.
Weder körperlich noch emotional sei sie vorher derart herausgefordert worden: "Die Mannschaft war von Anfang bis Ende extrem konzentriert, und ich bin wirklich froh, dass wir am Ende gewonnen haben."
Für Holcim lief es in einem spannenden Etappenendspurt besser als für Boris Herrmanns Team Malizia, das Rang vier belegte - wie aktuell auch in der Gesamtwertung. Herrmann fehlte seiner Mannschaft wegen einer Verbrennung am Fuß. Zur dritten Etappe will der 41-Jährige wieder einsteigen.
Am 26. Februar geht es weiter, das Ziel der Königsetappe ist Itajai in Brasilien. Auch die anstehenden 12.750 Seemeilen werden es wieder in sich haben.
Das könnte dich ebenfalls interessieren: Holcim-PRB entscheidet Showdown: Die 2. Etappe zum Nachlesen
(SID)
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung