The Ocean Race 2022-23: Yann Eliés greift Team Malizia unter die Arme - Allzweckwaffe nach Herrmann-Aus

Yann Eliès befindet sich beim Ocean Race 2022-23 in einer Position, die er eigentlich nicht auszufüllen gedachte. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Boris Herrmann, Skipper des Team Malizia, springt dessen langjähriger Berater und Coach der Crew zur Seite. "Meine Rolle wird darin bestehen, meine Erfahrung einzubringen", eklärte der 48-jährige Franzose.

Yann Eliès greift beim Ocean Race 2022-23 ein

Fotocredit: From Official Website

In der Rolle eines Skippers sieht sich Eliés zwar nicht mehr, die Erfahrungen auf hoher See möchte der dreimalige Sieger des Zweihand-Rennens Transat Jacques Vabre aber nicht missen.
"Ich habe keine Lust mehr, ein Projekt zu managen, wie es Boris macht", erklärte er im exklusiven Gespräch mit Eurosport. "Aber ich möchte weiterhin segeln." Dabei sieht sich der 48-Jährige in der Rolle eines Crewmitglieds, eines Meterologen oder auch Mentors. "Da ist es am besten, nicht mit dem Üben aufzuhören."
Mittlerweile kämpft sich Eliés - etwas unverhofft - mit Team Malizia von Kap Verde bis Kapstadt durch. Dank seiner jahrelangen Erfahrungen soll er dabei Ersatzskipper Will Harris unter die Arme greifen, der für den verletzten Herrmann eingesprungen ist.
"Meine Rolle wird darin bestehen, meine Erfahrung einzubringen", fasste Eliés zusammen. "Ich werde erklären, wie man sich unter extremen Bedingungen um das Boot kümmert. All diese kleinen Dinge, die ich in meinen 15 Jahren Einhand-Offshore-Rennen gelernt habe."

Eliés wird zum Allrounder

Obwohl Eliés im Herzen Einhandsegler ist und sich daher über einsame Stunden auf hoher See nicht beschwert, freut sich der Routinier auf das Teamwork bei Malizia. "Es gibt einen Aspekt, der ganz nett ist. Der Vorteil einer Crew ist, dass man auch die Scheiße teilt", so Eliés.
Trotz seiner großen Motivation sieht sich Eliés nicht mehr in der führenden Rolle auf einem Boot. Der Auslöser für diese Entscheidung ist vor rund eineinhalb Jahren zu verankern. Schuld daran war ein gewisser Überdruss an Herausforderungen in der Welt des Segelsports.
"Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht alles richtig mache", erklärte Eliés. Vor allem die Sponsorensuche habe sich aufgrund der Ausweitung auf die Sozialen Netzwerke als schwierig erwiesen. "Ich hatte überhaupt keine Lust, mich damit zu beschäftigen."
"Ich habe mir dann gesagt, dass ich nicht ewig auf einen Sponsor warten kann. Es musste weitergehen und ich habe nach Möglichkeiten gesucht, meinen Beruf auf eine andere Art ausüben zu können", erklärte er.
Dieses Vorhaben ist ihm mittlerweile gelungen. Bereits als Navigator, Meterologe und Wettfahrtleiter im Einsatz nimmt Eliés nun das Ocean Race in Angriff - als Allzweckwaffe für Team Malizia.
picture

Erst Blitzstart, dann Rückschlag: Wilder Etappenauftakt für Guyot

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung