The Ocean Race 2022-23 - Herrmann-Ersatz Will Harris offen: Rückstand für Team Malizia "sehr frustrierend"

Will Harris hat sich nach dem verpatzten Start in die zweite Etappe beim Ocean Race 2022-23 enttäuscht zu Wort gemeldet. In einer Videobotschaft des Teams Malizia sagte der Skipper drei Tage nach dem Start: "Wir sind nicht da, wo wir sein wollen." Die deutsche Crew, die auf ihren Kapitän Boris Herrmann verzichten muss, liegt abgeschlagen rund 400 Kilometer hinter dem führenden Boot Biotherm.

Team Malizia beim Ocean Race (Foto: Antoine Auriol / Team Malizia)

Fotocredit: Eurosport

Am Samstagmittag sprach der 28-Jährige von "einigen harten Tagen", die hinter der Crew lägen. Vom Start der Etappe an hinkte das Team Malizia den vier Konkurrenten hinterher und verlor von Stunde zu Stunde Boden auf die Führenden.
"Wir haben in den leichteren Winden nie in unseren Rhythmus gefunden. Es sind wirklich schwere Bedingungen für das Boot. Wir konnten nie so foilen wie die anderen. Das hatte eine Geschwindigkeitsdifferenz von bis zu 20 Prozent zur Folge", konstatierte der Brite.
Gerade in den Anfangsstunden habe Harris daher sehr schlecht geschlafen. "Es ist das Ermüdendste, wenn du langsamer bist als die anderen, weil du nie zufrieden bist und immer darüber nachdenkst, was als Nächstes zu tun ist", gestand der Kapitän, der in dieser Rolle den Deutschen Boris Herrmann ersetzt, der die Überfahrt nach Kapstadt aufgrund einer Fußverletzung aussetzen muss.
Dass die Crew nach ihrem starken dritten Rang auf der Auftaktetappe von Alicante nach Kap Verde nun dem Feld hinterherhinkt, sei "sehr frustrierend" gewesen, gestand Harris.
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Herrmann im Interview: "Bin der größte Fan meines Teams"

Quelle: Eurosport

Team Malizia findet Speed

Dennoch betonte der Skipper, welch starke Arbeit seine Crew auf dem Weg nach Südafrika verrichte: "Wir haben absolut alles probiert, es mit verschiedenen Einstellungen und Segeln versucht."
Offenbar mit Erfolg: Inzwischen habe Team Malizia "etwas mehr Geschwindigkeit gefunden", freute sich der Skipper am Samstagmittag und zeigte sich "erleichtert". Er könne inzwischen auch wieder besser schlafen, sagte er mit einem Lächeln.
Dennoch ist der Rückstand auf das führende Biotherm-Boot inzwischen auf 227 Seemeilen angewachsen. "Jetzt müssen wir herausfinden, wie wir zu den anderen Booten aufholen können", erklärte Harris, gab sich aber positiv. Denn: Über 7.500 Kilometer liegen noch vor den Schiffen auf dem Weg durch den Atlantik bis nach Kapstadt.

Harris optimistisch: "Ist eine lange Etappe"

Gerade die gewonnene Geschwindigkeit macht der Crew Mut. "Es geht darum, die Situation zu akzeptieren. Wir haben gute Chancen, und müssen auf die positiven Dinge schauen. Wir können weiter pushen", gab sich der Brite optimistisch.
Mit 18,5 Knoten (34,2 km/h) war das Team Malizia am Samstagabend in der Tat das schnellste aller fünf Boote - wenngleich zum viertplatzierten Holcim-PRB-Team fast 400 Kilometer fehlen.
Doch Harris war die gewonnene Entschlossenheit anzumerken. Denn: "Es ist eine sehr lange Etappe."
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