Vendée Globe 2024: Boris Herrmann kämpft um Anschluss an Führende um Charlie Dalin - "No-Go Zone" im Südlichen Ozean

Boris Herrmann will nach schwierigen drei Wochen bei der Vendée Globe aufholen. Im Südlichen Ozean drohen den Führenden extreme Bedingungen. Die Führenden um die beiden Franzosen Charlie Dalin und Sebastien Simon müssen wohl schlechtem Wetter eines Tiefdruckgebiets ausweichen. Ist das die Chance für Herrmann und die Verfolger aufzuholen? Aktuell liegt der Deutsche nur auf Rang zwölf.

Start zur Weltumrundung: Der Auftakt zur Vendée Globe 2024

Quelle: Eurosport

Das Leben im Südlichen Ozean ist beschwerlich. "Im Moment bin ich ein bisschen müde", sagt Boris Herrmann mit tiefen Augenringen im Gesicht, während seine Malizia immer wieder von hohen Wellen durchgeschüttelt wird: "Es ist rau an Bord. Wenn ich mal 45 Minuten schlafe, ist das schon gut."
Drei mental und körperlich herausfordernde Wochen hat der deutsche Hochseesegler bei der Vendée Globe mittlerweile in den Knochen, als Mitfavorit ist er nicht wirklich glücklich mit seinem zwölften Rang und rund 1200 Seemeilen Rückstand auf die Franzosen Charlie Dalin sowie Sebastien Simon an der Spitze. Doch Herrmann gibt sich kämpferisch, während den Führenden extreme Bedingungen drohen.
Ein großes Tiefdruckgebiet wird von Mittwoch bis Donnerstag orkanartige Winde und eine enorm unruhige, verworrene See mit sich bringen. Während das Tief Herrmann und drei nahen Konkurrenten davonzieht, werden Teile der Boote vor ihm der "No-Go Zone", wie der Veranstalter schrieb, ausweichen müssen.

Boris Herrmann hofft auf Überraschungen und Glück

Bietet sich Herrmann damit die Chance, deutlich nach vorne aufzuschließen? Damit rechnet der 43-Jährige laut eigener Aussagen auf einer Pressekonferenz von Bord am Dienstag vorerst nicht. Er sprach von einer Art Vorentscheidung, die bereits im Atlantik gefallen sein könnte zu seinen Ungunsten. "Es ist schwer aufzuholen", sagte Herrmann, hofft aber natürlich weiter: "Bei der letzten Vendée gab es auch Überraschungen und wir konnte viele Meilen zurückgewinnen."
Damals wurde der Familienvater aus Hamburg Fünfter und hätte ohne den Crash mit einem Fischerboot kurz vor dem Ziel wohl noch mehr erreichen können. Um noch in ähnliche Sphären vordringen zu können, wird er bei der zehnten Ausgabe des spektakulären Rennens viele richtige Entscheidung treffen und auch etwas Glück haben müssen.
Doch es gilt für ihn auch, zwischenzeitlich lockerzulassen, um sich Kraft für das lange Ende aufzusparen. "Wenn man 24/7 über das Rennen nachdenkt, ist es sehr ermüdend", sagte Herrmann: "Ich höre Audiobooks und habe Kontakt mit der Familie und Freunden. Ich versuche auch zu lernen, es zu genießen trotz schwieriger Bedingungen."
Und in kleinen Etappen auch mal zu schlafen. Bis wieder die nächste Entscheidung im rauen Südlichen Ozean getroffen werden muss.
(SID)
picture

Highlights: New Zealand retain America’s Cup with victory over Great Britain

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung