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Shorttrack bei Olympia 2018: Erster Doping-Fall Kei Saito aus Japan positiv getestet

Erster Dopingfall: Japaner Saito positiv getestet
Von SID

13/02/2018 um 02:45Aktualisiert 13/02/2018 um 05:25

Olympia 2018: Die Olympischen Winterspiele von Pyeongchang haben ihren ersten Dopingfall. Betroffen ist der japanische Shorttracker Kei Saito, wie der Internationale Sportgerichtshof CAS am Dienstag bestätigte. "Er wurde außerhalb des Wettbewerbs positiv auf ein maskierendes Diuretikum getestet und vorläufig gesperrt", teilte der CAS mit. Saito habe das Olympische Dorf bereits verlassen.

Der 21-Jährige ist der erste japanische Dopingfall bei Winterspielen.

Während der Skandalspiele von Sotschi 2014 waren sieben Sportler des Dopings überführt worden, darunter die deutsche Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle. Erst im Nachhinein wurde Russland staatlich orchestriertes Doping im großen Stil nachgewiesen.

Saito ist "überrascht und bestürzt"

Saito (21) ist der erste japanische Dopingfall bei Winterspielen. Er bestreitet, wissentlich betrogen zu haben. "Ich bin überrascht und bestürzt. Das ist unerklärlich. Ich habe niemals Doping beabsichtigt. Ich habe das japanische Anti-Doping-Seminar besucht und alle Anweisungen befolgt", teilte er in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Er war am Dienstag als Ersatzmann für die 5000-m-Staffel vorgesehen.

"Sportler sollten nicht dopen"

Seine Überzeugung sei, betonte Saito: "Sportler sollten nicht dopen. Ich habe auch niemals Präparate eingenommen, die ich verschleiern müsste." Acetazolamid ist ein Diuretikum, das unter anderem gegen Höhenkrankheit und bei erhöhtem Augendruck verschrieben wird. Es steigert die Lungenfunktion und wirkt ausschwemmend, wodurch andere verbotene Substanzen schneller den Körper verlassen können. "Ich habe niemals Muskelaufbaupräparate genommen, nichts. Ich war immer vorsichtig", versicherte der 1,61 m große, zierliche Athlet.

Japans Chef de Mission Yasuo Saito bestätigte, der Shorttracker sei noch am 29. Januar im Trainingslager in der Heimat negativ getestet worden: "Daher haben wir derzeit keine Erklärung, wie die Substanz in seinen Körper gelangen konnte."

Saito will Unschuld beweisen

Dennoch fügt sich Kei Saito vorerst. "Jetzt dagegen anzukämpfen, würde Ärger für das gesamte Team mit sich bringen. Daher verlasse ich das Dorf und akzeptiere die provisorische Sperre", sagte er. Seine ältere Schwester Hitomi (27) steht mit der 3000-m-Staffel am 20. Februar im B-Finale. Auch daher werde er versuchen, später seine Unschuld zu beweisen, sagte Kei Saito. Yasuo Saito erklärte, er könne nicht sagen, wo sein Schützling sich derzeit aufhalte.

Alle Entscheidungen über ein Dopingvergehen liegen in Pyeongchang bei der Anti-Doping-Einheit des CAS. Das lokale Organisationskomitee POCOG hat in Zusammenarbeit mit der federführenden "Doping-Free Sport Unit" der Vereinigung aller internationalen Sportverbände den Testplan erstellt.

Dieser wird während Olympia stetig überprüft und angepasst. Kontrolliert wird im Auftrag des POCOG (in Pyeongchang), der südkoreanischen NADA (außerhalb von Pyeongchang) und der anderen NADOs (außerhalb Südkoreas).

Analysiert werden die Dopingproben in Südkoreas Hauptstadt Seoul. Einsprüche nimmt die Ad-hoc-Kammer des CAS entgegen.

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