Slalom in Adelboden: Straßer rast aufs Podium - Österreicher Strolz siegt sensationell mit Startnummer 38

Linus Straßer hat sich beim Weltcup-Slalom im Schweizer Adelboden nach einer großartigen Aufholjagd für die Olympischen Spiele qualifiziert. Bei schwierigen Bedingungen stürmte er mit der zweitbesten Zeit im zweiten Lauf noch vom 14. auf den dritten Rang. Schneller waren nur der österreichische Sensationssieger Johannes Strolz mit seinem ersten Sieg im Weltcup und dessen Teamkollege Manuel Feller.

Linus Straßer

Fotocredit: Getty Images

Strolz ging mit Startnummer 38 ins Rennen am Chuenbisbärgli.
Straßer stand im Hexenkessel am Fuße des legendären Chuenisbärgli - und sein Grinsen wurde immer breiter. Nach einer grandiosen Aufholjagd löste der Münchner beim spektakulären Slalom im Schweizer Adelboden erst die Fahrkarte für Olympia, am Ende stand er vor Tausenden Zuschauern als hervorragender Dritter sogar auf dem Treppchen. "Cool, wirklich cool", sagte ein begeisterter Felix Neureuther in der "ARD".
Straßers Comeback in der Weltklasse war vier Wochen vor Peking (ab 4. Februar live bei Eurosport) aber nicht der einzige Höhepunkt aus deutscher Sicht. Beim Slalom im slowenischen Kranjska Gora überwand Lena Dürr beim fünften Saisonsieg von Petra Vlhova (Slowakei) als Vierte ihr Zwischentief - zudem qualifizierte sich die erst 18 Jahre alte Emma Aicher mit Rang 13 ebenfalls für Olympia. Aicher hatte bei der WM im Februar bereits zu Bronze im Team-Wettbewerb beigetragen.
Vor allem Straßer war anzumerken, wie sehr ihn seine Leistung erleichterte nach zuletzt zwei Nullnummern und dem abgesagten Rennen in Zagreb. "Am Schluss muss man aus dem Kopf sämtliche Rechnungen rauskriegen", sagte er mit Blick auf die Erfüllung der Olympianorm, "mein Plan war, einfach meinen Stiefel runterzufahren." Das gelang mit der zweitbesten Zeit im Finale grandios - der 29-Jährige schoss von Rang 14 geradezu nach vorne.
picture

Mit Traumlauf aufs Podest: Straßer gelingt Befreiungsschlag

Quelle: Eurosport

Straßer freut sich mit Schulfreund

Zum Sieg fehlten Straßer nur 0,29 Sekunden, doch das war ihm beinahe egal - weil oben auf dem Podest sensationell sein alter Schulfreund Johannes Strolz stand. "Es ist ein emotionaler Moment", sagte der Deutsche über den 29 Jahre alten Österreicher, der vor der Saison aus der Mannschaft geflogen war und deshalb mit den Deutschen trainierte. Seinen ersten Weltcup-Sieg feierte er nun vor Landsmann Manuel Feller.
Der Tag und die Nacht zuvor hatten in Adelboden, wo jeweils rund 10.000 Zuschauer die Tribünen füllten, den begeisterten Schweizern gehört. Während Julian Rauchfuss nach dem Aus von Alexander Schmid mit Rang 21 das beste Resultat seiner Karriere einfuhr, stürmte Marco Odermatt vor Feller und Gesamtweltcupsieger Alexis Pinturault aus Frankreich zum ersten Riesenslalom-Triumph der Schweizer an ihrem heiligen Berg seit 2008.
David Ketterer beendete das Rennen auf Platz 23 und sicherte sich damit ebenfalls noch Weltcuppunkte.
(SID)
picture

Was für eine Fahrt! Österreicher Strolz holt Sensationssieg

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung