Andrea Epp-Ellenberger beendet mit 32 Jahren ihre Karriere - Beinbruch und Kreuzbandriss verbauten Olympia-Aussicht
VonNiklas Bien
Publiziert 12/01/2026 um 16:19 GMT+1 Uhr
Andrea Epp-Ellenberger hat ihre aktive Karriere beendet. Das gab die Schweizer Skirennfahrerin am Sonntag in einem emotionalen Instagram-Post bekannt. "Skirennen waren für mich nie nur ein Sport. Sie waren eine Leidenschaft, ein Privileg und eine Lebenseinstellung", schrieb die 32-Jährige. Die schweren Verletzungen aus der vergangenen Saison zwingen die Schweizerin nun zum Ende ihrer Laufbahn.
Andrea Ellenberger hat ihre aktive Karriere beendet.
Fotocredit: Getty Images
"Nach 20 Jahren, in denen ich mich mit ganzem Herzen dem Skirennsport verschrieben habe, verabschiede ich mich nun davon", so die 32-Jährige, die in ihrer Laufbahn insgesamt 54 Mal im Weltcup an den Start ging.
Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, Verletzungen "zwangen" sie allerdings dazu, "innezuhalten, nachzudenken und zu akzeptieren, dass nicht jedes Ziel, das ich mir einst gesetzt hatte, auch erreicht werden konnte".
Im Dezember 2024 hatte sich Epp-Ellenberger im Training das rechte Bein gebrochen, wenig später wurden im anderen Bein ihr insgesamt vierter Kreuzbandriss und ein Meniskusschaden diagnostiziert.
Eine Diagnose, die eine Olympia-Teilnahme in Cortina quasi unmöglich machte.
Ellenberger sechsmal in den Top-15
"Rational konnte ich den Gedanken an den Rücktritt schnell zulassen. Doch mein Sportlerherz brauchte länger, um ihn mitzutragen. Ich habe mir Zeit genommen, um diesen Entscheid nicht aus Enttäuschung oder Schmerz, sondern aus innerer Klarheit zu treffen", wird Epp-Ellenberger vom Schweizer "Blick" zitiert.
2019 feierte die 32-Jährige den WM-Titel mit der Mannschaft, kam als Ersatzfahrerin aber nicht zum Einsatz. Im Einzel fuhr Epp-Ellenberger insgesamt sechsmal in die Top-15 des Weltcups.
"Skirennen waren für mich nie nur ein Sport. Sie waren eine Leidenschaft, ein Privileg und eine Lebenseinstellung. Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe, auch wenn die Geschichte nicht so endete, wie ich es mir einst vorgestellt hatte", so die studierte Psychologin, die betonte, nun ein neues Kapitel aufschlagen zu wollen.
Zum Abschluss ihres Posts auf Instagram dankte die Riesenslalom-Spezialistin ihrer Mutter und ihrem 2022 verstorbenen Vater.
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Quelle: Eurosport
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