Abfahrt in Beaver Creek: Justin Murisier feiert auf "Birds of Prey" ersten Weltcupsieg - Marco Odermatt auf Podest

Justin Murisier hat überraschend die erste Abfahrt der Weltcup-Saison 2024/2025 in Beaver Creek gewonnen. Der Schweizer bewältigte am Freitag die legendäre "Birds of Prey" in 1:40,04 Minuten und feierte damit seinen ersten Weltcupsieg. Zweiter wurde sein Landsmann Marco Odermatt (+0,20 Sekunden). Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz des Schweizers Arnaud Boisset.

"Favoriten sind geschlagen": Murisier sorgt für Paukenschlag

Quelle: Eurosport

Top-Favorit Marco Odermatt lag während seines Laufs zwischenzeitlich gar knapp vor Justin Murisier, doch in einem spannenden Showdown fehlten ihm am Ende 0,20 Sekunden auf seinen Landsmann. Dies reichte jedoch für Rang zwei, womit er dem Schweizer Skiverband gleich im ersten Abfahrtsrennen der Saison einen Doppelsieg bescherte.
"Es ist fantastisch. Davon habe ich viele Jahre geträumt. Ich hatte so viele Tiefs mit Verletzungen und Operationen, dass ich fast gar nicht mehr von so etwas geträumt habe. Es ist so schön, dies nun erreicht zu haben", freute sich der 32-jährige Murisier über seinen ersten Weltcupsieg.
Doch so richtig zum Feiern war dem Schweizer Team allerdings nicht zumute, denn die "Raubvogelpiste" zeigte am Freitag auch ihre Krallen: Der Schweizer Arnaud Boisset schlug nach einem Sturz am Harrier Jump mit dem Kopf auf die harte Piste auf und rutschte mit hoher Geschwindigkeit in die Fangzäune. Nach einer langen Behandlungspause wurde der 26-Jährige mit einem Schlitten abtransportiert. Insgesamt war das Rennen für über 20 Minuten unterbrochen.
Es war leider nicht der einzige Sturz: Bereits zuvor war der Franzose Matthieu Bailet an gleicher Stelle zu Fall gekommen. Der 28-Jährige konnte anschließend aber selbst ins Ziel fahren. Schlimmer erwischte es den US-Amerikaner Samuel Dupratt, der oberhalb des Golden Eagle Jump in die Fangzäune krachte und wie Boisset mit einem Schlitten ins Tal gefahren werden musste.

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Showdown um Sieg: Odermatt beißt sich an Bestzeit die Zähne aus

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Trainingsschnellster Kriechmayr bester Österreicher

Deutlich besser verlief die erste Abfahrt der Saison für den Slowenen Miha Hrobat, der mit Startnummer eins völlig überraschend auf Platz drei fuhr. Für den 29-Jährigen war es das erste Weltcuppodium seiner Karriere.
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Highlights: Murisier schlägt Odermatt - ein Slowene überrascht

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Dahinter gelang auch Super-G-Weltmeister James Crawford (Kanada) als Vierter (+0,51) ein starker Start in die Speed-Saison. Zugleich brachte sich der 27-Jährige damit für den Super-G am Samstag (ab 18:15 Uhr bei Eurosport und auf discovery+) in Stellung.
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Heftiger Einschlag: Bailet stürzt kurz vor dem Ziel

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Komplettiert wurden die Top fünf von Vincent Kriechmayr, der damit bester Österreicher wurde. Der Doppel-Weltmeister von 2021 hatte im Training am Donnerstag noch mit der Bestzeit geglänzt, einen Tag später fehlten ihm 65 Hundertstelsekunden auf den Tagessieger.
Eine kleine Enttäuschung erlebte der zweimalige Kitzbühel-Sieger Cyprien Sarrazin. Der Franzose, der in der vergangenen Saison drei Abfahrtssiege feiern konnte, musste sich am Freitag mit Rang neun begnügen (+1,03). Direkt vor ihm landeten Blaise Giezendanner (7./+0,95) und Nils Allegre (8./+0,97), womit es drei Franzosen in die Top Ten schafften.
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Hermann-Maier-Style nicht belohnt: Sarrazin deutlich geschlagen

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Deutsche Abfahrer abgeschlagen

Deutlich an den Top Ten vorbei fuhren die Italiener um Dominik Paris. Für den Südtiroler reichte es lediglich zu Platz 19 (+1,69). Landsmann Florian Schieder erreichte als zweitbester Italiener Rang 23 (+1,81).
Das deutsche Speed-Team erwischte einen noch schwächeren Start in die Speed-Saison. Keiner der vier Deutschen schaffte es in die Weltcuppunkte. Simon Jocher, im Training am Donnerstag noch starker Achter, belegte als bester DSV-Athlet Rang 35 (+2,51). Knapp dahinter reihte sich Romed Baumann als 38. (+2,54) ein. Luis Vogt (42.) und Jacob Schramm (46.) kamen noch weiter hinten ins Ziel.
Bereits am Samstag gibt es für die Deutschen die erste Chance zur Wiedergutmachung. Dann steht der erste Super-G der Saison auf dem Programm (ab 18:15 Uhr live bei Eurosport und auf discovery+). Abgeschlossen wird das Weltcup-Wochenende in Beaver Creek am Sonntag mit einem Riesenslalom (ab 17:45 Uhr live bei Eurosport und auf discovery+).
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Ferstl exklusiv zu Airbag-Debatte: "Es muss alles passen"

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