Heftiger Sturz überschattet Abfahrt beim Ski-Alpin-Weltcup in Beaver Creek: "Helme reichen nicht mehr aus!"

Ein schwerer Sturz des Slowenen Rok Aznoh hat die erste Abfahrt der Weltcup-Saison 2025/2026 in Beaver Creek überschattet. Den 23-Jährigen hebelte es in einer Linkskurve aus, woraufhin er die Kontrolle verlor. In der Folge krachte Aznoh mit hoher Geschwindigkeit in den Fangzaun und schlug danach hart auf dem Schnee auf. Dabei verlor er sogar seinen Helm und blieb zunächst regungslos liegen.

Fieser Aznoh-Crash in Beaver Creek sorgt für Unterbrechung

Quelle: Eurosport

Die Rettungskräfte eilten sofort zur Hilfe und versorgten den Allrounder, der mit der Startnummer 58 ins Rennen gegangen war.
Nach längerer Behandlung wurde Aznoh schließlich mit einem Akia in den Bereich des eigentlich vorgesehenen Zielhangs der Birds of Prey gebracht, der aufgrund der verkürzten Strecke nicht angefahren wurde.
Von dort aus wurde er per Rettungshubschrauber abtransportiert. Die erste Abfahrt der Saison musste insgesamt für 21 Minuten unterbrochen werden.
"Das hat ganz schlimm ausgeschaut. Ein ganz böser Sturz", sagte Eurosport-Experte Josef Ferstl besorgt.
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Der Slowene Rok Aznoh stürzt bei der Abfahrt in Beaver Creek schwer

Fotocredit: Getty Images

"Diese Kurve ist sehr unscheinbar, aber viele sind dort in der Vergangenheit schon gestürzt", so der frühere Kitzbühel-Sieger weiter.

Leichte Entwarnung über Team-Radio

Über das Team-Radio gab es später die erste Entwarnung. "Er schwebt nicht in Lebensgefahr, aber das Knie tut ihm weh", ließen die slowenischen Verantwortlichen verlauten.
Laut der Schweizer Tageszeitung "Blick" zog sich Aznoh bei dem Sturz einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu, auch der Meniskus sei beschädigt worden. Damit ist der Olympia-Winter für den Slowenen vorzeitig vorbei.
Das Schweizer Portal "Ski Actu" sprach indes mit Aznohs Speed-Trainer Ales Brezavscek. "Er war eine Zeit lang bewusstlos, ist dann aber wieder zu sich gekommen und hat normal reagiert", sagte der Coach über den Zustand seines Schützlings.
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Rettungskräfte versorgen den bei der Abfahrt in Beaver Creek schwer verünglückten Slowenen Rok Aznoh

Fotocredit: Getty Images

Im Krankenhaus wurde ein CT-Scan vorgenommen, erklärte Brezavscek: "Sein Kopf ist in Ordnung, ebenso sein Nacken." Die offizielle Diagnose bestätigte die ersten Eindrücke. So zog sich Aznoh "lediglich" eine Gehirnerschütterung zu, darüber hinaus erlitt er einen Kreuzbandriss im rechten Bein.
"Ich kann nur sagen: Alles Gute und hoffentlich ist es nicht allzu schlimm", richtete derweil Ferstl Genesungswünsche an Aznoh.

Waldner nach schwerem Sturz: "Helme sind nicht mehr genug"

Laut dem Schweizer Portal forderte indes FIS-Renndirektor Markus Waldner bei einer Teambesprechung nach dem heftigen Sturz Aznohs Konsequenzen.
"Es muss sich sehr schnell etwas ändern", wird der Italiener dort zitiert: "Helme reichen nicht mehr aus, es muss etwas geschehen! Die Regeln müssen geändert werden."

Odermatt feiert Tagessieg

Den Tagessieg in der Abfahrt feierte derweil Marco Odermatt. Der Schweizer fuhr damit bereits seinen dritten Saisonsieg ein. Hinter dem 28-Jährigen belegten Ryan Cochran-Siegle aus den USA und der Norweger Adrian Smiseth Sejersted die Plätze zwei und drei.
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Marco Odermatt gewinnt in Beaver Creek

Fotocredit: Getty Images

Vincent Kriechmayr blieb 0,85 Sekunden hinter Odermatt zurück und fuhr als bester Österreicher auf Rang fünf. Romed Baumann vom Deutschen Skiverband kam mit einem Rückstand von 1,85 Sekunden nicht über Platz 22 hinaus. Simon Jocher wurde 46. (2,95 Sekunden), Maximilian Schwarz landete auf Rang 60 (+4,22 Sekunden).
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Erste Abfahrt nach Horror-Sturz: Kilde setzt Ausrufezeichen

Quelle: Eurosport


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