Hans Knauß ätzt gegen Beaver-Creek-Abfahrt: “Langweiligstes Rennen, das ich je gesehen habe” - Kritik an TV-Inszenierung

Während Marco Odermatt nach seinem dritten Saisonsieg strahlte und vor allem einem Mann dankte, sorgte Österreichs Ski-Experte Hans Knauß für scharfe Kritik an der Abfahrt von Beamer Creek. "Es war das langweiligste Beaver-Creek-Rennen, das ich jemals gesehen habe", sagte Knauß im "ORF". Seine Forderung: Tempo im Abfahrtssport reduzieren, dafür aber höhere und spektakulärere Sprünge ermöglichen.

Highlights: Odermatt verhindert US-Heimsieg in der Abfahrt

Quelle: Eurosport

Besonders verärgert zeigte sich Knauß über die TV-Inszenierung über das sogenannte "World Feed": "Während der WM 2015 hatten wir von dieser Piste richtig spektakuläre Bilder. Aber diesmal hat es der Regisseur mit seiner Kamera-Equipe nicht einmal annähernd geschafft, die extreme Steilheit nach dem flachen Startabschnitt richtig rüberzubringen."
Der Kitzbühelsieger von 1999 führte weiter aus: "Das ärgert mich vor allem für die Rennfahrer, weil wegen solch schlechten Kameraeinstellungen ihre grandiosen Leistungen von vielen Zuschauern zu wenig gewürdigt werden."
Knauß erinnerte daran, dass Athleten früher beim Sprung "Golden Eagle" mühelos auf Weiten von bis zu 65 Metern kamen. Dieses Jahr seien es kaum mehr als dreißig Meter gewesen.
Auch die verkürzte Strecke aufgrund von Schneemangel empfand er als zusätzlichen Faktor, der dem Rennen Spannung nahm. Am Ende siegte erneut Odermatt.

Aznoh mit heftigem Sturz - Glück im Unglück

Der dramatischste Moment des Tages spielte sich jedoch weiter unten auf der Strecke ab. Der 23-jährige Slowene Rok Aznoh verlor bei rund 110 km/h die Kontrolle und krachte heftig in den Fangzaun.
Trotz des Schocks gab es zunächst auch eine gute Nachricht: Aznoh, der beim Sturz sogar seinen Helm verlor, erlitt keine schweren Kopf- oder Nackenverletzungen.
Aznoh musste jedoch mit dem Helikopter in Richtung Krankenhaus geflogen werden. Er erlitt eine Knieverletzung.
Am Freitag geht es in Beaver Creek mit dem Super-G weiter (19:15 Uhr live bei Eurosport und discovery+).
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Erste Abfahrt nach Horror-Sturz: Kilde setzt Ausrufezeichen

Quelle: Eurosport


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