Ski-Stars wollen mehr Action: "Abfahrt muss Abfahrt bleiben" - Murisier, Paris und Monney kritisieren Kalender

Mitten in die Debatten um mehr Sicherheit im alpinen Ski-Rennsport haben sich Top-Abfahrer via "Blick" für spektakulärere Rennen ausgesprochen. "Abfahrt muss Abfahrt bleiben", meinte der Schweizer vor dem ersten Downhill-Rennen in Beaver Creek. Der Speed-Rennkalender sei 2025/26 insgesamt zu wenig ausgeglichen, finden auch Dominik Paris (Italien) und Alexis Monney (Schweiz).

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Quelle: Eurosport

"Wir reden derzeit fast nur noch über Tempokontrolle und Sicherheit. Aber Abfahrt muss Abfahrt bleiben", wird Murisier vom "Blick" zitiert. Nach den schweren Stürzen von Aleksander Aamodt Kilde (Wengen) und Cyprien Sarrazin (Bormio) im Jahr 2024 waren zuletzt immer wieder zum Teil hitzige Debatten um die Sicherheit im Skisport geführt worden.
Dabei dürfe aber nicht das Spektakel verloren gehen, findet Murisier. "Es muss immer darum gehen, dass wir mit unseren möglichst schnellen Ski, so schnell wie möglich den Berg herunterfahren. Alles andere macht keinen Spaß", sagte der Schweizer, der gleichzeitig den diesjährigen Abfahrtskalender kritisierte.
Da Bormio, wo die Olympia-Rennen stattfinden werden, in dieser Saison aus dem Weltcupkalender genommen wurde, "bleiben Kitzbühel und Wengen in dieser Weltcup-Saison die einzigen Pisten, auf der sich ein Rennfahrer so richtig überwinden muss", findet Murisier.
Auch Paris meint, dass damit der Abfahrtskalender "schlecht" aussieht. "Um die Stelvio wurde zwar nicht derselbe Mythos aufgebaut wie um die Streif. Aber wenn wir ehrlich sind, haben sich auf dieser Piste im Veltlin in den letzten zwanzig Jahren die außergewöhnlichsten Geschichten geschrieben."
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Dominik Paris sieht Geschwindigkeit nicht als Problem im Skisport

Fotocredit: Getty Images

Monney fehlt die Balance im Abfahrtskalender

Laut des 36 Jahre alten Italieners habe es in den letzten Jahren sogar "einige Rennfahrer gegeben, die vor dem Rennen freiwillig aus Bormio abgereist sind, weil sich die Stelvio in einem derart furchteinflößenden Zustand präsentiert hat".
Für selektivere Rennen plädiert auch Kitzbühel-Sieger Monney. "Wir brauchen im Abfahrt-Kalender eine gute Balance zwischen technisch schwierigen und Gleiter-Pisten", sagte der Schweizer.
Es könne nicht sein, "dass am Ende der Saison ein Abfahrer die Kristallkugel gewinnt, der nur auf Pisten wie in Gröden oder Kvitfjell schnell ist". Also bei eher nicht so risikobehafteten Rennen. Monney: "Meines Erachtens fehlt die gewünschte Balance ohne Bormio im Weltcup-Kalender ein bisschen."
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Alexis Monney gewann 2025 die Abfahrt in Kitzbühel

Fotocredit: Getty Images

Knauß: "Die weltbesten Skirennfahrer werden mich für diese Aussage hassen, aber ..."

Für Ski-Legende Hans Knauß geht die Diskussion derweil ein wenig in die falsche Richtung: Er hält weitere Anpassungen des Materials für nötig, um die Sicherheit der Fahrer zu erhöhen. "Die weltbesten Skirennfahrer werden mich für diese Aussage hassen, aber wir müssen die Rennski so herstellen, dass es während einer Abfahrt wieder mehr Rutschphasen gibt. Das Tempo im Abfahrtssport ist derzeit einfach zu hoch", sagte der Österreicher.
Pech für die risikoaffinen Fahrer indes: Die Abfahrt in Beaver Creek (Fr., 19:00 Uhr live bei Eurosport im TV, bei discovery+ im Stream und Eurosport.de im Liveticker) zählt üblicherweise zu den technisch anspruchsvolleren im Weltcup-Kalender der Speedfahrer, wird dieses Jahr aber aufgrund des anhaltenden Schneemangels in Colorado nur verkürzt ausgetragen.
Mit der "Harrior"-Passage und dem Zielsprung fallen zwei neuralgische Punkte weg, das Rennen wird etwa zehn Sekunden kürzer sein als in den vergangenen Jahren auf der "Birds of Prey".
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Quelle: Eurosport


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