Blutvergiftung: Aleksander Kilde mit neuen Informationen über seinen Weg zum Comeback - "Es ging um Leben und Tod"
VonNiklas Bien
Publiziert 19/06/2025 um 16:19 GMT+2 Uhr
Der verletzungsgeplagte Aleksander Aamodt Kilde hat in den vergangenen 17 Monaten die schwerste Prüfung seiner Karriere erlebt - jetzt geht er mit großen Schritten auf ein Comeback zu. Dass das überhaupt möglich ist, sei angesichts einer gefährlichen Komplikation nicht selbstverständlich, wie Kilde erklärt. Außerdem verrät er, warum eine Hochzeit mit Mikaela Shiffrin noch in ferner Zukunft liegt.
Horrorsturz im Zielhang: Kilde kracht brachial in Fangzaun
Quelle: Eurosport
Es war einer der Schockmomente im Ski-Weltcup der vergangenen Jahre: Aleksander Kilde kracht Anfang 2024 in Wengen spektakulär in den Fangzaun, zieht sich eine tiefe Schnittwunde an der Wade und eine ausgekugelte Schulter zu.
17 Monate später arbeitet der 32-Jährige immer noch für sein Comeback. Der Weg hierhin war steinig, ein "Albtraum", wie Kilde selber sagt.
Die verletzte Schulter entzündete sich, die Infektion hatte sich schon gefährlich weit im Körper ausgebreitet. Gerade noch rechtzeitig suchte der Norweger einen Arzt auf, der ihn sofort operierte.
"Es ging um Leben und Tod, da ich an einer Sepsis litt", erklärte Kilde der norwegischen Zeitung "Verdens Gang".
Kilde und Shiffrin haben sich seit April nicht gesehen
Mittlerweile ist der gefährlichste Teil überstanden, Kilde arbeitet wieder an seinem Comeback und hat den Weltcup im Blick. Im August möchte der Gesamtweltcupsieger von 2020 zurück auf die Skier steigen.
In der schwierigen Phase wusste Kilde seine Verlobte Mikaela Shiffrin an seiner Seite. Weil die US-Amerikanerin bei ihrer Familie weilt und der Norweger in Europa für sein Comeback arbeitet, ist der Kontakt der beiden liierten Ski-Stars aktuell aber etwas eingeschränkt.
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Shiffrin leidet mit Kilde: "Gab viele lebensbedrohliche Momente"
Quelle: Eurosport
"Ich habe sie seit Anfang April nicht mehr gesehen", sagte Kilde. Ob nach der Verlobung im April 2024 bald die Hochzeit ansteht? Aus Sicht des Speed-Spezialisten kein Thema, das ganz oben auf der Agenda steht.
"Ich glaube, einer von uns muss mit dem Skifahren aufhören, bis es so weit ist. Es ist auch schön, verlobt zu sein", betonte der Norweger.
Über Copper Mountain zu Olympia?
Ein mögliches Karriereende hat in den Gedanken des 32-Jährigen in diesem Sommer gar keinen Platz, vielmehr geht es um eine baldige Rückkehr in den Weltcup.
Der Weltcupauftakt mit dem Riesenslalom im Oktober in Sölden kommt indes wohl zu früh, wie Kilde dem "SRF" sagte.
Der Speed-Auftakt in Copper Mountain Ende November könnte da schon eher in den Comeback-Plan des Super-G-Weltcupsiegers von 2016 und 2022 passen - wenn das gelingt, ist die Krönung der Comebackstory mit den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina nicht mehr weit.
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