Dominik Paris gewinnt in Bormio, Thomas Dreßen guter Zwölfter

Dominik Paris (Italien) hat die Abfahrt im italienischen Bormio gewonnen. Beim ersten Rennen auf der berüchtigten Piste Stelvio seit 2013 fuhr er vor den Norwegern Aksel Lund Svindal (+0,04 Sekunden) und Kjetil Jansrud (+0,17) zu seinem neunten Weltcup-Erfolg. Bester Deutscher war Thomas Dreßen, der bei seinem ersten Start auf der anspruchsvollen Strecke einen guten zwölften Platz belegte (+1,16).

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"Ich bin zufrieden, fürs erste Mal kann man es so stehen lassen", sagte Dreßen. Zur mangelnden Erfahrung war auch noch die eher ungünstige Startnummer 2 gekommen: schlecht, wenn wie diesmal über Nacht jede Menge Neuschnee auf der Piste landet. Ein wenig wurde Dreßen so zum Schneepflug, aber "natürlich bin ich hier und da ein bisschen in der Weltgeschichte umeinandergefahren", gab er zu. Mit der Linie ist er eben noch nicht so vertraut, er landete ein paar Mal im Neuschnee, "wir hatten eben auch nur ein Training."
Dreßen hatte nach dem ersten und zugleich einzigen Training am Dienstag einen "Anpfiff" von Mathias Berthold bekommen - mehr als drei Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Peter Fill (Italien) waren dem Cheftrainer dann doch ein bisschen viel, auch für einen Neuling auf der Stelvio. Angesichts der Voraussetzungen durfte der 24 Jahre alte Dreßen, der ja erst seine zweite komplette Saison im Weltcup fährt, am Ende in der Tat zufrieden sein, aber, sagte er: "Freilich wäre mehr drin gewesen." Immerhin lag er diesmal vor Fill (13.).

Sander: "Sehr schlechte Fahrt"

Zu kämpfen hatten mit der Linie auch die Mannschaftskollegen. "Ich habe sie gesucht", sagte Andreas Sander (Ennepetal). Er fuhr auf der Stelvio immerhin schon zum fünften Mal, musste sich in der ARD aber dennoch "einen sehr, sehr schlechten Tag mit einer sehr, sehr schlechten Fahrt" bescheinigen und wurde am Ende auf Rang 30 durchgereicht (+2,43 Sekunden).
Noch größere Umwege fuhr Josef Ferstl (Hammer): Der Sieger des Super-G von Gröden belegte bei seinem dritten Start in Bormio lediglich Rang 36 (+2,85) und blieb damit ebenso ohne Punkte wie Manuel Schmid (Fischen/+2,44) auf Rang 31. Dominik Schwaiger (Königssee) stürzte, wurde kurz behandelt und musste danach mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden.
Und Paris? Für ihn zahlte sich neben der Erfahrung auch der Heimvorteil aus. Die italienische Mannschaft hatte in der vergangenen Woche ausgiebig auf der Stelvio trainiert - wichtige Kilometer auf einer Strecke, die lange nicht befahren worden war. "Gottseidank war es mal wieder eine gute Fahrt von mir", sagte Paris.
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