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Super-G in Bormio | Dominik Paris gewinnt den Super-G
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Publiziert 29/12/2018 um 11:32 GMT+1 Uhr
Nach seinem Erfolg in der Abfahrt am Vortag konnte sich Dominik Paris auch im Super-G von Bormio den Sieg holen. Der Italiener schlug am Ende den lange führenden Matthias Mayer in einem Herzschlag-Finale mit einem Vorsprung von nur einer Hundertstel-Sekunde. Paris gewann in 1:29,95 Minuten vor dem Österreicher (+0,01 Sekunden). Dritter wurde Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen (+0,46).
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Für Josef Ferstl sang das Publikum an dessen 30. Geburtstag ein Ständchen, doch so richtig gefeiert wurde ein Lokalmatador: Dominik Paris aus Südtirol erwies sich einen Tag nach seinem grandiosen Sieg in der Abfahrt auch beim Super-G in Bormio als der wahre "Eismeister". Auf der nach wie vor spiegelglatten und brettharten Piste "Stelvio" fuhr er im letzten Rennen des Jahres zu seinem elften Weltcupsieg.
Während sich Ferstl als Elfter erneut respektabel schlug, während sich außerdem Andreas Sander als 14. für Platz 35 in der Abfahrt rehabilitierte, hatte Paris nicht einmal einen Wimpernschlag Vorsprung auf Matthias Mayer aus Österreich: Nur 0,01 Sekunden oder umgerechnet 24 Zentimeter trennten auf dem sehr anspruchsvollen Kurs den Tagessieger vom Olympiasieger.
Auch im Super-G wurde das Rennen von zwei schweren Stürzen unterbrochen. Mit der Startnummer 25 kam der Norweger Stian Saugestad zu Fall und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Zuvor war Saugestad aber bei Bewusstsein und konnte einige Schritte selbst gehen. Kurze Zeit später stürzte auch der Österreicher Daniel Hemetsberger. Der 27-Jährige wurde mit dem Akja abtransportiert. Es besteht wohl der Verdacht auf eine Knieverletzung.
Ferstl am Geburtstag selbstkritisch
Die deutschen Läufer hatten derweil durchaus Chancen auf eine bessere Platzierung. Ferstl, als Sechster gestartet, hatte zunächst im oberen Streckenabschnitt die beste Zwischenzeit, Sander war in den ersten Passagen sogar schneller als Sieger Paris. Doch auf dem längsten Super-G im Weltcup handelten sie sich danach mehr und mehr Rückstand ein. Ganz im Gegensatz zu Paris, der lange hinten lag und unten aufholte.
"Es war schwierig, das richtige Mittel zu finden", sagte Ferstl über einen Kurs "mit Tücken" und fügte selbstkritisch an:
Sander bekannte, ihn habe nach der herausfordernden Traverse im Mittelabschnitt "ein bisschen der Mut verlassen", nach den letzten schwachen Rennen "habe ich mir das nicht hundertprozentig zugetraut".
Klassiker in Kitzbühel und Wengen stehen an
Ferstl sprach nach durchwachsenem Saisonstart von einem "super Jahresabschluss", auch Sander war nach doch sehr wechselhaften Leistungen "froh, dass ich das Jahr noch mit einem ganz guten Ergebnis beenden kann". Die kommenden Tage wollen beide nutzen zur Entspannung und zum Training, ehe dann ab Mitte Januar die Rennen in Wengen, Kitzbühel und als WM-Generalprobe auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen folgen.
Der Januar "wird ein harter Monat", sagte auch Sieger Paris. Im Gegensatz zu den Deutschen fuhr Paris konsequent mit dem Messer zwischen den Zähnen. "Ich habe probiert, einfach alles rauszuquetschen", sagte der 29-Jährige. Dass er am Ende knapp gewann, war ihm fast ein wenig peinlich: "Eine Hundertstel ist schon ein bisserl frech bei so einem schwierigen Lauf", sagte er und versprach, er werde jetzt erst mal "gescheit feiern".
Ferstl und Sander wollen es über Silvester ruhig angehen lassen. Und für beide gilt zum Jahresabschluss der Satz von Sander: "Im Großen und Ganzen war das ganz gut. Aber da ist noch viel Luft nach oben."
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