Lindsey Vonn sorgt mit Sturz im Abfahrtstraining von Cortina d'Ampezzo für Schreckmoment und gibt Entwarnung
Lindsey Vonn ist im ersten Training zur Abfahrt in Cortina d'Ampezzo gestürzt. Nach Eurosport-Informationen verließ die US-Amerikanerin, die im Austragungsort von Olympia 2026 zwölf Weltcuprennen gewinnen konnte, den Zielraum selbst ohne fremde Hilfe und gab nach einem Check im Medizin-Zelt kurze Zeit später Entwarnung. Vonn gehört beim Weltcup in Norditalien zum Kreis der Favoritinnen.
Alpine Skiing - Cortina : Lindsey Vonn crash durring practice
Quelle: Eurosport
Das hat sich Lindsey Vonn sicher anders vorgestellt. Ausgerechnet in ihrem Wohnzimmer in Cortina d'Ampezzo, wo das US-Girl zwischen 2008 und 2018 jeweils sechs Triumphe in Abfahrt und Super-G feiern konnte, legte sie sich am Donnerstagvormittag mit hervorragender Zwischenzeit unfreiwillig in den Schnee.
Im Anschluss fuhr die Olympiasiegerin auf der Olympia delle Tofane selbst auf Skiern ins Ziel und wirkte dabei ein wenig angeschlagen. Sofia Goggia erkundigte sich im Zielraum umgehend nach ihrem Befinden.
Auf Eurosport-Nachfrage gab sich die Speed-Spezialistin aus Italien jedoch wortkarg: "So lala".
Vonn gibt Entwarnung: "All good!"
Anschließend begab sich Vonn ins Medizin-Zelt. Aus diesem kam sie dann allerdings kurze Zeit später wieder heraus, rief "all good!" und verschwand. Zuvor konnte sich Eurosport-Expertin Tina Maze kurz mit Vonn austauschen: "Lindsey geht es gut. Sie wollte nur den Zielbereich so schnell wie möglich verlassen."
Am Abend bekräftigte Vonn ihre Entwarnung: "Mir geht es gut, ich habe nur ein paar Schrammen." Sie habe lediglich das Gleichgewicht verloren, ihr Knie, in das im April eine Teilprothese integriert wurde, sei jedoch heil geblieben. "Es war nichts Dramatisches, nur eine kleine Prellung", fügte Vonn gegenüber ESPN hinzu: "Ich denke, es ist gut für mich, den ersten Sturz aus dem Weg zu räumen. Das passiert jedem."
Vonn wurde nach Platz sechs bei ihrem Comeback in der Abfahrt von St. Anton und Rang vier im Super-G am vergangenen Wochenende frenetisch gefeiert. Im Vorfeld ihrer Rückkehr in den Weltcup mit einem künstlichen Knie äußerten sich zahlreiche ehemalige Rennläufer höchst kritisch zur Causa Vonn. Michaela Dorfmeister riet der 82-fachen Weltcupsiegerin gar, einen Psychologen aufzusuchen.
Erste Kritiker entschuldigen sich
Nach den hervorragenden Auftritten in St. Anton ruderten unteren anderem der Schweizer Altstar Bernhard Russi und mit Stephanie Venier eine Aktive des Österreichischen Skiverbandes zurück. Beide entschuldigten sich bei Vonn.
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Lindsey Vonn erleidet beim Training in Cortina d'Ampezzo einen ersten Rückschlag nach ihrem Comeback
Fotocredit: Imago
"Es tut mir voll leid", erklärte Venier am Montag im Gespräch mit "Servus TV" und hob die US-amerikanische Ski-alpin-Ikone mit Legenden anderer Sportarten auf eine Ebene. Vonn sei vergleichbar mit Fußball-Legende Cristiano Ronaldo sowie Tennis-Superstar Serena Williams.
Die Trainingsbestzeit im ersten Abfahrtstraining landete St. Anton-Siegerin Federica Brignone aus Italien in 1:36,47 Minuten vor ihren beiden Landsfrauen Goggia (+0,05 Sekunden) und Nadia Delago (+0,65). DSV-Ass Kira Weidle-Winkelmann fuhr mit einem Rückstand von 1,62 Sekunden auf Rang 18. Emma Aicher wurde 36. (+3,17).
Am kommenden Wochenende stehen beim klassischen Weltcup-Wochenende in Cortina d'Ampezzo eine Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm. Beide Rennen seht ihr am Samstag und Sonntag jeweils ab 11:00 Uhr im Streaming auf discovery+.
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Alpine Skiing - Super G - St. Anton - Vonn after her 4th place
Quelle: Eurosport
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