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FIS-Präsident Johan Eliasch auf Kongress in Belgrad wegen einer Stimme abgewählt - Alexander Ospelt wird Nachfolger
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Update 11/06/2026 um 14:28 GMT+2 Uhr
Die Ära des umstrittenen FIS-Präsidenten Johan Eliasch ist nach fünf Jahren Geschichte. Der schwedisch-britische Unternehmer (64) verlor am Donnerstag auf dem Kongress des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes in Belgrad die Wahl um das höchste Amt mit 64:65 Stimmen gegen Alexander Ospelt. Der Liechtensteiner war der einzige Gegenkandidat.
Johan Eliasch muss den Posten als FIS-Präsident räumen
Fotocredit: Getty Images
Als Ski-Fürst Johan Eliasch mit dem denkbar knappsten Ergebnis vom Hof gejagt worden war, atmeten sie beim Deutschen Skiverband einmal tief durch.
"Dieser jahrelange Albtraum ist vorbei", sagte DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach nach dem wegweisenden Ergebnis von Belgrad. Mit 64:65 Stimmen war Eliasch, der umstrittene Präsident des Ski- und Snowboardweltverbandes FIS, mit seiner angestrebten Wiederwahl gescheitert. Die fünf Jahre lange Ära des schwedisch-britischen Unternehmers war plötzlich Geschichte.
Der DSV verband mit der Wahl des Liechtensteiners Alexander Ospelt "vor allem die Hoffnung, dass die FIS nun wieder zu dem wird, was sie einmal war: ein Vorzeigeverband, der seinen Mitgliedern dient, ihre Interessen ernst nimmt und den Sport in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt", wie Schwarzbach gegenüber dem "SID" betonte.
Das war unter Eliasch für viele längst nicht mehr der Fall gewesen. Dem Unternehmer wurde von Verbänden und Athleten Misswirtschaft vorgeworfen und ihre Interessen nicht entschieden genug vertreten zu haben. Auch habe er seine mannigfaltigen Versprechen nicht erfüllt.
Wintersport-Familie rückt "enger zusammen"
"Zum ersten Mal seit langer Zeit haben wir das Gefühl, dass wir wieder in die richtige Richtung unterwegs sind", sagte Schwarzbach: "Wir haben heute die Chance auf einen Neuanfang bekommen. Jetzt liegt es an uns allen, diese Chance verantwortungsvoll zu nutzen."
Auch außerhalb von Deutschland war gerade bei größeren Verbänden der Jubel über das Ergebnis groß. Der Schweizer Verbandschef Peter Barandun sieht die "Schneesportfamilie" durch die Wahl "enger zusammengerückt", sie habe zu einem "neuen Miteinander gefunden".
Es sei "überraschend knapp" gewesen, ergänzte Ola Keul, Generalsekretär des norwegischen Verbandes, "aber wir sind zufrieden mit dem Ergebnis".
Ospelt verspricht: "Werde Präsident für alle sein"
Nachfolger von Eliasch wird Ospelt. Der 58-Jährige ist seit 1997 als selbstständiger Rechtsanwalt tätig und arbeitete auch schon als Mitarbeiter bei der Ständigen Vertretung Liechtensteins bei den Vereinten Nationen in New York. Von 2016 bis 2023 war er Präsident des Liechtensteinischen Skiverbandes, dessen Ehrenmitglied er ist.
Er gehört dem Verwaltungsrat verschiedener Firmen an, 2017 wurde er zum Honorarkonsul des Königreichs Belgien ernannt.
"Ich bin mir dieser Verantwortung bewusst – wir alle sind FIS", sagte Ospelt und versprach: "Ich werde der Präsident für euch alle sein."
Eliasch macht dem IOC Vorwürfe
Auch Eliasch, der nach der verlorenen Unterstützung aus seinen Heimatländern Schweden und Großbritannien als Kandidat Georgiens angetreten war, gratulierte seinem Nachfolger zur Wahl. Jedoch nicht ohne dem Internationalen Olympischen Komitee vorzuwerfen, es habe versucht, die Wahl zu beeinflussen. "Dagegen", sagte Eliasch, "müssen wir standhaft bleiben, weil wir unabhängig sind".
Am Tag zuvor hatte es bereits reichlich Ärger gegeben, nachdem die Entscheidung über die Nordische Ski-WM 2031, für die sich Oberstdorf und Planica beworben hatten, kurzfristig verschoben wurde. Der DSV hatte darauf mit "großem Unverständnis" reagiert.
Man sei "zum Spielball von Machtkämpfen eines selbstherrlichen Präsidenten" geworden, fügte Georg Geiger, Vorsitzender des SC Oberstdorf, kritisch an. Dieser Präsident ist seit Donnerstag Geschichte.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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