Abfahrt in Gröden: Franjo von Allmen schlägt Marco Odermatt - Schweizer bei Doppelsieg auf Saslong in eigener Liga
Schweizer Festspiele auf der Saslong: Bei der Weltcup-Abfahrt in Gröden ließen Franjo von Allmen und Marco Odermatt bei ihrem Doppelsieg der Konkurrenz keine Chance. Mit einer spektakulären Fahrt legte der Seriensieger vor, doch sein Landsmann - der tags zuvor noch gestürzt war - überflügelte ihn umgehend um 0,30 Sekunden. Platz drei ging beim Heimspiel an den Italiener Florian Schieder (+0.98).
Schweizer Überflieger dominieren Abfahrt: Highlights aus Gröden
Quelle: Eurosport
Für die Schweizer war es der dritte Sieg in der dritten Abfahrt dieser Saison und der zwölfte in den vergangenen 16 Rennen.
"Ich hatte während meines Laufes nicht damit gerechnet", gestand von Allmen am Eurosport-Mikrofon nach seiner Bestzeit, "aber es ist cool, wieder mit Marco auf dem Podest zu stehen - und dass wir uns da mit den Siegen ab und zu abwechseln".
Der Plan eines anderen Schweizers ging nicht auf: Justin Murisier hatte extra die Startnummernauslosung geschwänzt, um statt als 15. das Rennen als 45. in Angriff zu nehmen und von den oftmals besser werdenden Bedingungen zu profitieren. Ihm bleib aber als Ergebnis der 16. Rang.
Aleksander Kilde verzichtete auf einen Start in Gröden, der Norweger wollte in seiner Comeback-Saison angesichts der weiten Sprünge auf der Saslong kein Risiko eingehen. Eine Rückkehr in den Weltcup feierte der Österreicher Max Franz nach über drei Jahren Abwesenheit, er musste seinen Lauf allerdings abbrechen.
Im Abfahrts-Weltcup bleibt Odermatt in Führung vor von Allmen, im Gesamtweltcup führt er vor dem Norweger Henrik Kristoffersen.
Gröden: Jocher holt halbe Olympia-Norm
Zufrieden sein konnte Simon Jocher: Er nutzte seine hohe Startnummer zu einer Fahrt auf Rang 14 (+1,83) - der viertbesten Platzierung seiner Karriere. Mit Nummer 41 erfüllte Jocher damit als erster DSV-Abfahrer zumindest zur Hälfte die Norm für die Olympischen Spiele. Er benötigt nun noch ein weiteres Resultat unter den Top 15.
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"Ein Aufatmen für die Deutschen": Jocher überzeugt in Gröden
Quelle: Eurosport
"In Gröden weiß man, dass eine 40er-Nummer nicht schlecht ist, das habe ich ausgenutzt", sagte Jocher und ergänzte: "Es gibt Selbstvertrauen, wenn man weiß, dass man dabei ist." Er sei allerdings auch "noch nicht da, wo ich hin will".
In den vorherigen fünf Speedrennen der Saison war kein deutscher Abfahrer unter den besten 15 gelandet. Der junge Luis Vogt holte diesmal als 29. (+2,22) immerhin noch zwei Weltcup-Punkte - im Gegensatz zu Routinier Romed Baumann, der nur Rang 40 (+2,51) belegte.
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(mit SID)
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Franz mit Weltcup-Comeback nach drei Jahren Leidenszeit
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