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Kitzbühel: FIS-Renndirektor Markus Waldner reagiert auf Kritik und widerspricht Thomas Dreßen und Andreas Sander
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Publiziert 22/01/2023 um 10:48 GMT+1 Uhr
Die dürftigen Wetterbindungen während der zweiten Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel haben für viel Aufsehen gesorgt. Mit Thomas Dreßen und Andreas Sander meldeten sich zwei prominente Läufer zu Wort, die das Vorgehen der FIS scharf kritisierten. Renndirektor Markus Waldner rechtfertigte nun die Entscheidung des Verbands und widersprach den Argumenten der DSV-Läufer.
Thomas Dreßen beim Weltcup in Kitzbühel
Fotocredit: Getty Images
Anhaltender Schneefall und schlechte Sichtverhältnisse stellten die Speed-Elite der Herren auf der ohnehin anspruchsvollen Streif am Samstag vor eine große Herausforderung.
Während Aleksander Aamodt Kilde den Bedingungen trotzte und sich in eindrucksvoller Manier seinen siebten Saisonsieg sicherte, haderten andere Athleten mit den Entscheidungen der Rennleitung.
"Wir Athleten werden nicht gefragt, was wir davon halten", bemängelte Dreßen nach seinem Sturz in der zweiten Abfahrt.
Geht es nach dem 29-Jährigen, hätte der Abfahrtsstart weiter nach unten verlegt werden müssen. Doch nach der Meinung der Läufer hätte sich die FIS nicht erkundigt. "Dass wir Athleten kein Mitspracherecht haben, verstehe ich nicht", so der Kitzbühelsieger.
Waldner verteidigt Vorgehen der FIS
FIS-Renndirektor Markus Waldner widersprach dem DSV-Star nach dem Rennen und rechtfertigte das Vorgehen der Verantwortlichen. "Es war eine Gratwanderung - wie immer in diesem Sport. Wir haben die Situation analysiert und entschieden, oben zu starten", führte der Südtiroler im "BR"-Interview aus. Dabei wurden auch die Athletensprecher Kilde und James Crawford mit einbezogen.
"Wir haben ihnen erklärt, was uns erwartet und dass wir sehr wohl die blaue Farbe einsetzen werden. Nach fünf Minuten Schneefall ist diese aber wieder bedeckt", erläuterte Waldner das Dilemma. Denn: Zwischen den einzelnen Läufern können die Linien aufgrund der eng getakteten Startzeiten nicht nachgezogen werden.
Dies brachte Waldner zu den kritischen Aussagen seitens Andreas Sander, der sich über fehlendes Fingerspitzengefühl der FIS beschwert hatte. Der Vizeweltmeister von 2021 bemängelte vor allem die TV-Unterbrechungen, die eine Verschlechterung der Pistenverhältnisse bewirkt hätten.
"Dann war vor meinem Lauf wieder eine TV-Break. Da kann man reagieren. Das hat nicht nur mir, sondern auch Dominik Schwaiger eine Top-Platzierung gekostet. Das wird nur gemacht, weil es Kitzbühel ist", kritisierte Sander. Ein Argument, welches Waldner nicht gelten lassen wollte.
Immerhin seien die Werbepausen gerade am Samstag von großer Bedeutung gewesen. Ohne sie hätten nämlich die von Dreßen eingeforderten blauen Linien niemals nachgezogen werden können. "Wir haben nur während der TV-Breaks die Möglichkeit, die Linien nachzuspritzen."
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