Dominik Paris exklusiv: Darum habe ich nie den Abfahrtsweltcup gewonnen - "War nicht so schlau wie die anderen"
VonNiklas Bien
Publiziert 23/01/2025 um 16:16 GMT+1 Uhr
Bei einem genauen Blick auf die Erfolge von Dominik Paris ist es kaum übertrieben, den Italiener in die Riege der besten Abfahrer aller Zeiten zu stecken. Was dem mittlerweile 35-Jährigen aber fehlt, ist eine kleine Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup. Im Exklusiv-Interview mit Eurosport hat Paris über die Gründe dafür gesprochen und verraten, was den Weltcup in Kitzbühel so besonders macht.
Paris exklusiv: "Ich war nicht so schlau wie Feuz"
Quelle: Eurosport
Paris kann hinter einige Meilensteine im Skikalender einen Haken machen - hinter einen aber einen ganz besonders fetten. In Kitzbühel sicherte sich der Italiener auf der legendären Streif gleich drei Abfahrtssiege und einen weiteren im Super-G.
"Es ist immer schön, in Kitzbühel zu sein. Es ist einer der besten Kurse, die wir haben. Wir haben hier alles: Der Kurs ist spektakulär, es ist wirklich schwierig für uns, es gibt viele Partys und ganz besondere Gäste. Das alles mit der Geschichte zusammen macht es so großartig", sagte Paris im Exklusiv-Interview mit Eurosport.
Trotz all der Erfolge auf der Streif - ein entscheidender Titel fehlt dem 22-fachen Weltcupsieger noch: Die kleine Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup. 2019 wurde Paris Zweiter, näher kam er nie an den Titel für den besten Abfahrer der Saison heran.
Die Begründung dafür hat der Italiener im Eurosport-Interview parat: "Ich war nicht so schlau wie die anderen - wie Beat", sagte Paris mit Blick auf den Schweizer Beat Feuz, der sich von 2018 bis 2021 gleich viermal den Abfahrtsweltcup sicherte.
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Kamerafahrt in Kitzbühel: Hautnah dabei auf der Streif
Quelle: Eurosport
Darum hat Paris nie die kleine Kristallkugel gewonnen
"Ich stand immer am Start und dachte: 'Ich will dieses Rennen gewinnen und stecke alles in dieses Rennen'. Manchmal hast du aber keine Chance, das Rennen zu gewinnen, weil es nicht dein Tag ist, nicht deine Bedingungen sind oder irgendwas anderes", erklärte Paris.
Im Laufe einer Saison räche sich dieses große Risiko: "Wenn du im Laufe einer Saison drei Abfahrten außerhalb der Top-15 hast, macht das viele Punkte aus. Beat war darin viel besser als ich, weil er wusste: 'Vielleicht kann ich heute nicht gewinnen, aber Fünfter werden und viele Punkte holen'. Er hat sich damit die Kugel geholt und ich war nah dran, aber nicht in Führung."
In dieser Saison hat der Routinier noch mit einigen Problemen zu kämpfen, ein Podiumsplatz sprang bisher noch nicht heraus. "Ich habe versucht herausfinden, was nicht in Ordnung war. Wir haben versucht, das Set-up zu korrigieren. Das Gefühl ist nach Neujahr zurückgekommen", erklärte der Italiener.
Die kleine Kristallkugel wird es auch in diesem Jahr wohl nicht werden, Kitzbühel hat unabhängig davon aber seine eigene Magie. Und eines ist sicher: Paris weiß, wie man auf der Streif erfolgreich ist.
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Alpine skiing - Kitzbuhel - Legendary downhills
Quelle: Eurosport
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