Ski-Weltcup in Kronplatz: Federica Brignone beigeistert bei Comeback, Lena Dürr weit zurück - Julia Scheib feiert Sieg
Update 20/01/2026 um 15:55 GMT+1 Uhr
Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone hat bei ihrem lang erwarteten Comeback im Weltcup eine kaum für möglich gehaltene Leistung gezeigt. Die Italienerin, die sich im April einen mehrfachen Bruch des Schien- und Wadenbeinkopfes sowie einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, überzeugte im Riesenslalom in Kronplatz und wurde beim Sieg der Österreicherin Julia Scheib starke Sechste (+1,23 Sekunden).
"Ohne Worte!" Brignone überragt beim Comeback
Quelle: Eurosport
Kurz vor dem Start des Rennens hatte Brignone noch betont, wie sehr sie sich auf den Riesenslalom in Kronplatz freue und ihn vor allem als "Test" im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (ab 6. Februar live auf Eurosport und HBO Max) nutzen wolle.
Bereits am Montag hatte sie auf einer Pressekonferenz erklärt, dass sie "meinen Körper, meinen Kopf, mein Bein" testen müsse, weiterhin leide sie "täglich" unter Schmerzen.
Im ersten Durchgang überzeugte Brignone dann aber direkt - am Eurosport-Mikrofon sprachen Guido Heuber und Martina Lechner vom "Comeback des Jahres". Im zweiten Lauf setzte sie dann sogar noch einen drauf und übernahm zwischenzeitlich sogar die Bestzeit.
DSV-Hoffnung Lena Dürr musste hingegen eine Enttäuschung hinnehmen. Die 33-Jährige häufte als 21. ganze 4,27 Sekunden Rückstand auf Siegerin Scheib an, die bereits ihren vierten Weltcup-Erfolg in dieser Saison feierte. Fabiana Dorigo fuhr als 25. zum zweiten Mal in diesem Winter in die Punkteränge.
Scheib feiert "magischen" Sieg
"Es ist magisch für mich. Hier ist alles losgegangen, ich hatte auch harte Zeiten", sagte die 27-jährige Österrecherin anschließend im Sieger-Interview: "Aber heute war es der perfekte Tag für mich. Der erste Lauf war vor allem im unteren Teil nicht so einfach für mich, im zweiten Durchgang hat es dann genau gepasst. Ich bin einfach nur glücklich."
Dürr, die sich angesichts ihrer Slalom-Krise im "Riesen" etwas Selbstvertrauen holen wollte, meinte im "BR": "Ich nehme das Gute mit und das Gefühl, was an den Schwüngen gepasst hat. Es waren wieder ganz gute Sachen dabei, darauf lässt sich schon aufbauen."
Sara Hector, die nach dem ersten Lauf noch geführt hatte, wurde am Ende Dritte (+0,46 Sekunden). Zwischen die Schwedin und Scheib schob sich Camille Rast aus der Schweiz auf Rang zwei (+0,37 Sekunden).
Shiffrin: "Wäre gerne weniger nervös"
Superstar Mikaela Shiffrin zeigte eine der stärksten Saison-Leistungen im Riesenslalom und wurde Vierte (+0,86 Sekunden). "Der vierte Platz ist in diesem Fall interessant. Letztes Jahr hätte ich noch davon geträumt, aber jetzt will ich mehr", sagte die 107-fache Weltcupsiegerin.
"Ich muss aber noch etwas in meinem Skifahren drauflegen, um mir diesen Podestplatz zu verdienen. Es hat wirklich Spaß gemacht, den Top-Fahrerinnen heute zuzuschauen. Man muss wirklich perfekt sein, darf sich keine Fehler erlauben. Wenn ich in dieser Intensität fahre, mache ich einfach noch zu viele Fehler. Ich habe mich wirklich zurückgearbeitet. Aber ich würde mich gerne noch ein bisschen weniger nervös fühlen. Aber dieses Niveau wird zurückkommen."
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"Unglaubliche Fahrt!" Hector brennt Bestzeit in den Schnee
Quelle: Eurosport
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