Lara Gut-Behrami trotz Platz zwei in Abfahrt von Kvitfjell richtig sauer auf sich selbst: "Mache immer wieder Fehler"

Lara Gut-Behrami fährt beim Super-G in Kvitfjell nur ganz knapp am Sieg vorbei, präsentiert sich anschließend aber extrem unzufrieden. Ein grober Fehler verhagelte ihr schließlich den Erfolg - das ziehe sich schon durch die ganze Saison so durch, haderte die Schweizerin mit sich. Entsprechend könne sie sich "nicht freuen über diesen zweiten Platz" hinter Konkurrentin Federica Brignone (Italien).

Gut-Behrami fährt um einen Wimpernschlag am Sieg vorbei

Quelle: Eurosport

Für Lara Gut-Behrami setzte sich in Kvitfjell eine Saison voller Licht und Schatten fort.
Einerseits fuhr sie im Super-G am Sonntag auf einen guten zweiten Platz und mit 0,06 Hundertstel hinter Siegerin Federica Brignone (Italien) nur knapp am Sieg vorbei - eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den Plätzen zwölf und acht in den Abfahrten am Freitag und Samstag. Insgesamt war es der 98. Protestplatz in der Karriere der Schweizerin.
Andererseits machte sie dabei im mittleren Streckenabschnitt einen eklatanten Fehler, der ihr im dritten Sektor nur die 33. Zwischenzeit bescherte. Ohne diesen Fauxpas hätte die 33 Jahre alte amtierende Gesamtweltcupsiegerin das Rennen wohl klar gewonnen.
"Sie wollte es mit der Brechstange - da hat sie sehr viel liegen lassen", analysierte Co-Kommentatorin Viktoria Rebensburg bei Eurosport.
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Highlights: So lief der Super-G in Kvitfjell

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Gut-Behrami: "Ich mache immer wieder Fehler"

So aber verlor Gut-Behrami (943 Punkte) im Gesamtweltcup weiter an Boden auf Brignone (1194). Die Italienerin kam ihr zudem im Super-G-Weltcup wieder näher (410/465).
"Ich bin überhaupt nicht zufrieden", monierte Gut-Behrami nach dem Rennen im "SRF". Es ärgere sie "langsam, ich mache immer wieder Fehler - die ganze Saison. Ich bin selbst schuld, aber das regt mich auf. Ich habe acht Zehntel liegen lassen im Mittelteil, hätte es also schon etwas besser machen können." Entsprechend könne sie sich "nicht freuen über diesen zweiten Platz".
Der Fehler, bei dem sie kurz in den Tiefschnee fuhr und massiv an Tempo verlor, sei komplett unnötig gewesen. "Ich bin halt nicht eine, die schnell zufrieden ist", sagte sie zu ihrem Groll: "Ich fahre die ganze Saison nicht schlecht, aber es fehlt mir die Konstanz, fehlerfrei zu fahren. Ich stehe sauber auf dem Ski, alles war auf Zug, obwohl ich neben der Linie war. Das rettet mich."
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Brignone meistert Super-G in Kvitfjell grandios und siegt

Quelle: Eurosport

Gut-Behrami angefressen

Im "ZDF" regte sie sich zudem ein wenig über die Fragestellung auf, ob sie noch an die "Verteidigung" ihres Gesamtweltcupsieges glaube. "Verteidigen kann man im Skifahren nicht, da geht es nur ums Gewinnen", sagte Gut-Behrami.
Vor dem Weltcupfinale im US-amerikanischen Sun Valley (ab 22. März live bei Eurosport) stehen in den Speed-Disziplinen in zwei Wochen noch eine Abfahrt und zwei Super-G-Rennen im französischen La Thuile an.
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Zu viele Fehler: Aicher fährt im Super-G am Tor vorbei

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Am kommenden Wochenende werden in Are (Schweden) ein Riesenslalom und ein Slalom ausgetragen (alle Rennen live bei Eurosport).
Für Gut-Behrami genügend Möglichkeiten, noch das Beste aus der Saison rauszuholen: "Was mich noch motiviert, ist das, was ich noch verbessern kann."
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