"Sowas habe ich noch nie gesehen. Entweder war das Arbeitsverweigerung, Protest, sie hatte keine Lust oder hat sich einfach verfahren. So scheidest du nicht aus", analysierte Neureuther in der "ARD". Er legte eine gezielte Aktion nahe. "Entweder geht's gegen den Schweizer Ski-Verband, die Organisatoren oder die FIS. Ihr ist alles zuzutrauen."
Hintergrund der Spekulationen: Vor wenigen Tagen hatte die 29-Jährige den Rennkalender der FIS mit deutlichen Worten kritisiert.
"Fairness ist anders", sagte sie, nachdem Abfahrt und Super-G beim Weltcupfinale in der Lenzerheide ersatzlos gestrichen worden waren. Dies ließ die Chancen der Speed-Spezialistin auf den Gewinn des Gesamtweltcup schwinden. Den gewann nun Technik-Spezialistin Petra Vlhová.
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Ähnlich wie ihre Teamkollegin Corinne Suter hatte Gut-Behrami weiter kritisiert: "Es wäre nicht schlecht, wenn die FIS vielleicht irgendwann einmal daran denken würde, dass es gut wäre, wenn wir von Anfang an die gleiche Anzahl Rennen in jeder Disziplin hätten."

Schweizer Trainer überrascht von Gut-Behramis Aktion

Im Zielraum wollte Gut-Behrami selbst kein Interview geben. Der Schweizer Alpin-Direktor berichtete von einem simplen Grund für den kuriosen Ausfall des eigenen Aushängeschilds: "Sie sagte, sie sei müde und ausgelaugt."
Gut-Behrami habe schlicht nicht genügend Energie gehabt und nicht noch eine Verletzung riskieren wollen. Am frühen Abend meldete sie sich aber beim "SRF" zu Wort und bestätigte die Aussage ihres Direktors: "Ich war den ganzen Morgen schon am kämpfen. Ich wollte trotzdem fahren und es probieren. Ich habe gehofft, dass mir das Adrenalin hilft, wenn ich am Start stehe. Aber beim zweiten Tor habe ich gemerkt, dass es alles andere als ein sicheres Hinunterfahren wäre."
Der Schweizer Frauen-Teamchef Alois Prenn hatte sich unmittelbar nach dem Vorfall noch überrascht und ahnungslos gezeigt. "Ich habe keine Ahnung, was los war. Ich war am Start, aber da hat Lara nichts gesagt - alles war wie immer", sagte er dem "ORF".

Robinson schlägt Shiffrin

Alice Robinson aus Neuseeland gewann das Rennen nach einer Aufholjagd.
Zweite wurde Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin aus den USA (+0,28) vor der Slowenin Meta Hrovat (+0,48). Marta Bassino aus Italien stand vor dem Rennen bereits als Siegerin im Disziplinweltcup fest.
Eine deutsche Läuferin hatte sich nicht für das Weltcupfinale im Riesenslalom qualifiziert.

Hier die Szene im Video:

Merkwürdige Szene: Gut-Behrami schwingt nach nur drei Toren ab

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