"Ich glaube, am Ende der Saison ist es immer schwieriger, dass alles zusammenpasst. Ich war den ganzen Morgen schon am kämpfen. Ich wollte trotzdem fahren und es probieren. Ich habe gehofft, dass mir das Adrenalin hilft, wenn ich am Start stehe. Aber beim zweiten Tor habe ich gemerkt, dass es alles andere als ein sicheres Hinunterfahren wäre", erklärte die Gesamtweltcupsiegerin von 2016, der das Verletzungsrisiko nach eigener Einschätzung zu hoch gewesen sei:
"Mir ist es wichtiger, dass ich die Saison gesund beende. Es ist mir einmal passiert, dass ich mich so gefühlt habe und es trotzdem probiert habe. Da habe ich mir das Kreuzband gerissen. Es war mir lieber, vor dem dritten Tor abzuschwingen, anstatt beim siebten zu stürzen und dass etwas Schlimmes passiert."
Im Interview mit dem "SRF" sprach sie gar von "Stimmen im Kopf", die ihr sagten: "Es ist zu viel, es geht nicht mehr".
Lenzerheide
Ex-Slalom-Ass kritisiert Gut-Behrami: "Damit habe ich große Probleme"
23/03/2021 AM 10:10
Eine Entscheidung, die für Aufsehen sorgte. Besonders, weil Gut-Behrami im Zielauslauf nicht Stellung bezog und die Experten ratlos zurückließ.

Gut-Behrami räumt Spekulationen über Protest zur Seite

In der "ARD" mutmaßte der ehemalige Slalom-Champion Felix Neureuther deshalb, die Schweizerin könnte protestieren.
"Sowas habe ich noch nie gesehen. Entweder war das Arbeitsverweigerung, Protest, sie hatte keine Lust oder hat sich einfach verfahren. So scheidest du nicht aus", analysierte Neureuther und legte eine gezielte Aktion nahe. "Entweder geht's gegen den Schweizer Ski-Verband, die Organisatoren oder die FIS. Ihr ist alles zuzutrauen."

Merkwürdige Szene: Gut-Behrami schwingt nach nur drei Toren ab

Vor wenigen Tagen noch hatte die 29-Jährige den Rennkalender der FIS mit deutlichen Worten kritisiert. "Fairness ist anders", sagte sie, nachdem Abfahrt und Super-G beim Weltcupfinale in der Lenzerheide ersatzlos gestrichen worden waren. Dies ließ die Chancen der Speed-Spezialistin auf den Gewinn des Gesamtweltcup schwinden. Den gewann nun die Technikerin Petra Vlhová.

Gut-Behrami: "Schwierig, nach heute klar zu denken"

Doch mit all dem habe der Rennabbruch vom Sonntag nichts zu tun, denn Gut-Behrami ist mit ihrer Saison durchaus zufrieden: "Ich fahre wieder auf dem Level von früher und mische vorne mit. Das ist es, worauf ich immer gehofft und wofür ich gearbeitet habe. Mit zwei Goldmedaillen und meiner Saison im Super-G - dafür hätte ich unterschrieben. Und dafür würde ich auch in jeder weiteren Saison unterschreiben."
Jetzt brauche die Schweizerin aber erst einmal Abstand vom Skisport, um sich dann auf die kommende Weltcupsaison vorzubereiten: "Im April sollte ich wieder auf Schnee gehen. Aber es ist schwierig, nach so einer Saison und nach heute klar zu denken. Jetzt nehme ich mindestens zwei Wochen frei und dann würde ich gerne wieder auf Schnee. Aber das hängt auch davon ab, wie es körperlich geht."
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