Slalom-Debakel in Levi: Schweizer Ski-Asse um Weltemister Loic Meillard so schlecht wie zuletzt vor zwölf Jahren
VonNiklas Bien
Publiziert 17/11/2025 um 11:42 GMT+1 Uhr
Bei den Slalom-Männern der Schweiz lief beim Weltcup-Auftakt im finnischen Levi überhaupt nichts zusammen. Für gleich vier Eidgenossen war nach dem ersten Lauf Schluss, der 14. Platz von Loïc Meillard war am Sonntag noch das beste Ergebnis. Einen so schlechten Start in die Saison erlebten die Slalom-Männer der Wintersportnation zuletzt vor zwölf Jahren - damals schieden alle in Durchgang eins aus.
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Quelle: Eurosport
2013/14 erlebte das Schweizer Slalom-Team den Super-GAU: Beim Saisonauftakt - damals ebenfalls in Levi - verpassten alle sieben Technik-Spezialisten den zweiten Durchgang.
Am vergangenen Sonntag lief es zwar etwas besser als zwölf Jahre zuvor, aber immer noch weit von dem entfernt, was man sich im Schweizer Lager vorgestellt haben dürfte.
Vier der sieben Starter schieden bereits in Lauf eins aus. Zum Favoritenkreis gehörten Matthias Iten, der in fünf Versuchen bisher noch nie den zweiten Durchgang erreichte, Marc Rochat (78. im Slalomweltcup der vergangenen Saison), Luca Aerni (46.) und Ramon Zenhäusern (87.) allerdings ohnehin nicht.
"Ich war bisher noch selten enttäuscht von mir in meiner Karriere, aber heute bin ich es", sagte Zenhäusern nach dem ersten Lauf im Gespräch mit dem "SRF".
Meillard erklärt schwachen Auftakt
Dass Slalom-Weltmeister Meillard so chancenlos sein würde, ist aber doch eine klare Enttäuschung. "Mit meiner Fahrt bin ich eigentlich nicht unzufrieden, aber es war einfach putz (Schweizerdeutsch für "sehr"; Anm. d. Red.) langsam", sagte der Slalomweltcup-Zweite nach seinem 14. Platz.
Beim zweiten Schweizer Top-Slalomfahrer Tanguy Nef reichte es nur zu Rang 21. Im vergangenen Winter war der 28-Jährige noch der achtbeste Slalomfahrer im Weltcup.
Daniel Yule - 14. im Slalomweltcup der vergangenen Saison - fuhr mit neuem und ungewohnten Material auf den 22. Platz. "Vor allem in flachen Abschnitten funktioniert der neue Ski gut. In den steilen Passagen muss ich mich noch etwas mehr daran gewöhnen", erklärte Yule.
Die Slalom-Profis der Schweiz werden auf Fehlersuche gehen müssen - und das möglichst schnell. Schon am kommenden Samstag steht im österreichischen Gurgl (ab 10:30 Uhr im Liveticker) der nächste Weltcup an.
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