Emma Aicher zeigt sich bei Weltcup-Finale trotz verpasster Sensation im Gesamtweltcup positiv: "Da bin ich stolz drauf"
VonNiklas Bien
Publiziert 25/03/2026 um 16:13 GMT+1 Uhr
Emma Aicher hat die Überraschung im letzten Rennen der Saison verpasst: Der Gesamtweltcup geht trotz einer angedeuteten Aufholjagd im ersten Durchgang des Riesenslaloms im norwegischen Lillehammer an Mikaela Shiffrin. Trotz des zwölften Platzes zum Saisonabschluss zeigte sich die Deutsche nach dem Rennen positiv. "Es war eine richtig coole Saison", sagte die 22-Jährige im Eurosport-Interview.
Highlights: Shiffrin toppt Aicher im Gesamtweltcup - Grenier siegt
Quelle: Eurosport
"Ich bin mit heute zufrieden. Mein Skifahren ist im Vergleich zum Anfang der Saison richtig gut gewesen. Mit dem Fehler ist es dumm, trotzdem kann ich zufrieden sein", erklärte Aicher nachdem sie im zweiten Lauf noch vom dritten auf den zwölften Platz abgerutscht war.
"Dass ich das von Anfang an über alle vier Disziplinen halten konnte, ist schon cool. Da bin ich stolz drauf", sagte die Deutsch-Schwedin im Gespräch mit Viktoria Rebensburg.
Die 22-Jährige war in allen vier Disziplinen an den Start gegangen und hatte sich mit einem starken Saisonendspurt bis zum Weltcup-Finale in der Lotterie um den Gesamtweltcup gehalten.
"Seitdem ich in Hafjell bin, hab ich mir gedacht: Jetzt ist es vollkommen egal, ich habe nichts zu verlieren und kann einfach Skifahren, Spaß haben", so Aicher, die im Gesamtklassement am Ende nur 87 Punkte hinter Shiffrin lag.
Ausgerechnet im Riesenslalom wird es eng
"Es hätte auch viel für Shiffrin schiefgehen müssen, dass es sich nicht ausgeht. Es war richtig cool, dass ich sie bis heute ein bisschen challengen konnte", erklärte die Gesamtweltcupzweite, die das Wunder mit dem dritten Platz im ersten Lauf in greifbare Nähe gebracht hatte.
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Quelle: Eurosport
Dass sie sich ausgerechnet im Riesenslalom noch einmal so nah an die US-Amerikanerin herankämpfte, ist eine der Geschichten dieser starken Saison, die Aicher mit zwei olympischen Silbermedaillen in der Abfahrt und in der Team-Kombi im Grunde schon vor dem Saisonende gekrönt hatte.
"Es hat in drei Disziplinen funktioniert, da habe ich mir oft gedacht: Warum sollte es nicht in der vierten auch funktionieren? Deshalb ist es echt cool, dass ich es am Ende auch im 'Riesen' hingebracht habe. Ich hoffe, dass ich daran in der nächsten Saison weiterarbeiten kann", blickte die 22-Jährige bereits angriffslustig voraus.
Aicher: "Ein bisschen Abstand gewinnen"
Bevor es wieder an die Arbeit geht, verabschiedet sich der Weltcup aber in die Sommerpause – für Aicher, die in allen vier Disziplinen das beste Gesamtergebnis ihrer Karriere ablieferte, steht ihr Sport ausnahmsweise nicht im Fokus.
"Es ist gut, jetzt mal wegzukommen und von der Ski-Bubble ein bisschen Abstand zu gewinnen. Ein bisschen ins normale Leben zurückzukehren", sagte Aicher zum Abschluss einer sehr guten Saison.
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