Weltcupfinale: Marco Odermatt und Lucas Pinheiro Braathen im Duell um Riesenslalom-Kristallkugel - Showdown im Slalom
Update 19/03/2026 um 21:38 GMT+1 Uhr
Am Wochenende fällt im norwegischen Lillehammer der Startschuss für das Weltcupfinale im alpinen Skizirkus. Während die Entscheidungen um die Kristallkugeln im Gesamtweltcup, Super-G und in der Abfahrt der Herren bereits gefallen sind, geht es im Riesenslalom und Slalom noch um alles. Dabei will Marco Odermatt unbedingt einen Makel verhindern, Atle Lie McGrath kämpft gegen die bösen Geister.
Odermatt exklusiv: Superstar analysiert Hang vor Weltcupfinale
Quelle: Eurosport
Frühlingshafte Temperaturen, weicher Schnee und die Olympischen Spiele im Rücken - den letzten Rennen der Saison wird gerne nachgesagt, dass sie kaum bis gar keine Spannung mehr bergen.
Ausgerechnet Ski-Dominator Marco Odermatt, der neben dem Gesamtweltcup auch die kleinen Kristallkugeln in Abfahrt und Super-G bereits unter Dach und Fach gebracht hat, zieht aus dem anstehenden Weltcupfinale in Lillehammer aber eine besondere Motivation.
"Ich habe diese Lockerheit und Frühlingsgefühle eigentlich noch gerne", meinte der Schweizer im Interview mit dem "SRF" am vergangenen Wochenende.
Für künstliche Spannung muss Odermatt in Norwegen aber nicht sorgen. Für den 28-Jährigen geht es nämlich darum, einen Makel in seiner Weltcup-Bilanz zu vermeiden - und das in seiner Paradedisziplin.
Riesenslalom: Pinheiro Braathen jagt Odermatt
Neben Odermatt (495 Punkte) haben im Riesenslalom am 24. März (9:30 Uhr live im Stream auf HBO Max) zwei weitere Athleten Chancen auf die kleine Kristallkugel. Landsmann Loic Meillard (406) bewegt sich nur noch im theoretischen Bereich, bei Lucas Pinheiro Braathen (447) sieht die Ausgangssituation hingegen deutlich vielversprechender aus.
In den jüngsten vier Weltcup-Riesenslaloms landete der gebürtige Norweger, der für Brasilien an den Start geht, stets mindestens auf dem zweiten Platz. Bei der Generalprobe in Kranjska Gora trug er sogar den Sieg davon. Mit 340 Punkten in diesem Zeitraum war Pinheiro Braathen deutlich stärker unterwegs als Odermatt, der nur auf 235 Zähler kam.
Würde sich übrigens das Ergebnis von Kranjska Gora - Pinheiro Braathen als Sieger und Odermatt auf Rang fünf - wiederholen, wäre dem Paradiesvogel die Kristallkugel dank eines Vorsprungs von sieben Punkten sicher. Die olympische Goldmedaille, die er vor fast genau einem Monat in Bormio in dieser Disziplin gewann, dürfte ihm dahingehend einen besonderen Motivationsschub verleihen.
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Highlights: Braathen schreibt Olympia-Geschichte
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Odermatt trainiert schon für Riesenslalom
Odermatt legte inmitten der Vorbereitung auf die Abfahrt, die am Samstag als erstes Rennen ansteht, auch einige Trainingsläufe im Riesenslalom ein. "Ich habe gestern etwas Riesenslalom trainiert. Vielleicht morgen noch einmal", erklärte der Schweizer gegenüber Eurosport.
Der Hang in Kvitfjell, auf dem nur die Speedrennen stattfinden, sei zwar "nicht der beste für den Riesenslalom. Es ist aber besser als nichts." Riesenslalom und Slalom werden in Hafjell ausgetragen. Er werde daher "nicht perfekt vorbereitet sein, aber ich kenne diese Situation seit vielen Jahren", so Odermatt. "Bei vielen Rennen bin ich vom Speed-Bereich gekommen und es hat funktioniert. Ich weiß, wie ich Skifahren muss."
Für den dreimaligen Weltmeister geht es um die 17. Kristallkugel seiner Karriere, nur Ingemar Stenmark (18) und Marcel Hirscher (20) haben noch mehr vorzuweisen. Seit der Saison 2023/24 stand Odermatt in jeder Wertung, in welcher er punktete, am Ende des Winters auf Platz eins.
Im Riesenslalom holte er gar in den vergangenen vier Jahren stets die Kristallkugel. Eine Niederlage gegen den Brasilianer wäre also ein kleine Delle in einer traumhaften Bilanz.
Slalom: McGrath gegen die bösen Geister
Im Slalom zeichnet sich ein ähnliches Bild. Auch hier befindet sich Pinheiro Braathen (511 Punkte) in der Rolle des Jägers, dieses Mal fordert er Atle Lie McGrath (552) im Kampf um den Sieg in der Disziplinenwertung. Clément Noël (475) und Henrik Kristoffersen (453) benötigen hingegen ein Wunder, um noch eingreifen zu können.
McGrath geht nicht nur aufgrund seines Vorsprungs als Favorit in die Entscheidung.
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Die Generalprobe in Kranjska Gora ging an den 25-Jährigen, der sich nach seinem dramatischen Scheitern bei den Olympischen Spielen eindrucksvoll zurückmeldete. In Bormio hatte McGrath nach dem ersten Durchgang in Führung gelegen und war in der Entscheidung nach nur wenigen Toren ausgeschieden.
Für den norwegischen Techniker wäre es der erste große Titel bei den Profis. Pinheiro Braathen eroberte die Slalom-Kristallkugel bereits in der Saison 2022/23.
Der Showdown findet am Mittwoch, 25. März, statt (10:30 Uhr live im Stream auf HBO Max). Einen Tag zuvor könnte zudem die Entscheidung im Gesamtweltcup der Damen fallen, in welcher die Deutsche Emma Aicher im Duell mit Mikaela Shiffrin Geschichte schreiben will.
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